Gelenkschmerzen beim Hund: Anzeichen und wie man helfen kann

Als geliebte Mitglieder unserer Familie bringen Hunde Freude, Kameradschaft und Loyalität in unser Leben. Genau wie Menschen können Hunde jedoch mit zunehmendem Alter verschiedene gesundheitliche Probleme haben, wobei Gelenkschmerzen zu den häufigsten gehören. Gelenkschmerzen können die Lebensqualität und Mobilität eines Hundes erheblich beeinträchtigen. In diesem Artikel werden wir die Ursachen, Symptome und Behandlungsstrategien für Gelenkschmerzen bei Hunden untersuchen.
Was sind die Gelenkschmerzen bei Hunden?
Gelenkschmerzen bei Hunden, wie sie durch abgenutzten Knorpel verursacht werden, treten typischerweise aufgrund der Entwicklung degenerativer Gelenkerkrankungen auf, wobei Arthrose am häufigsten ist.
Knorpel ist ein glattes, rutschiges Gewebe, das die Enden der Knochen in einem Gelenk bedeckt. Es wirkt als Polster und ermöglicht eine reibungslose Gelenkbewegung. Im Laufe der Zeit können Verschleiß, Verletzungen oder genetische Faktoren zu Knorpelschäden oder -abbau führen. Wenn sich der Knorpel verschlechtert, wird das Gelenk weniger gepolstert und anfälliger für Schmerzen und Entzündungen.
Als Reaktion auf Knorpelschäden oder -verschleiß kann das körpereigene Immunsystem eine Entzündungsreaktion im Gelenk auslösen. Entzündungen sind ein natürlicher Abwehrmechanismus, aber chronische Entzündungen können Gelenkschmerzen verschlimmern und das umliegende Gewebe schädigen.
Ursachen von Gelenkschmerzen bei Hunden
- Altern: Gelenkschmerzen bei Hunden treten häufig mit zunehmendem Alter auf. Im Laufe der Zeit kann der Verschleiß ihrer Gelenke zu Erkrankungen wie Arthrose führen, die die häufigste Ursache für Gelenkschmerzen bei älteren Hunden ist.
- Genetik: Einige Rassen sind genetisch prädisponiert für Gelenkprobleme, wie z. B. Hüftdysplasie oder Ellbogendysplasie. Diese Zustände können schon in jungen Jahren Schmerzen und Beschwerden verursachen. Die Hüftdysplasie tritt bei bis zu 75 Prozent bestimmter Hunderassen auf, wie z.B. der Englischen Bulldogge, ist aber auch bei den unterschiedlichsten Hunderassen vorhanden.
- Fettsucht: Übergewicht belastet die Gelenke eines Hundes zusätzlich, was zu Gelenkschmerzen und einem erhöhten Risiko für Gelenkerkrankungen führt.
- Verletzung: Traumatische Ereignisse wie Unfälle oder Stürze können die Gelenke eines Hundes schädigen und unmittelbare Schmerzen verursachen oder später im Leben zu chronischen Problemen führen.
- Infektionen und Krankheiten: Bestimmte Krankheiten und Infektionen, wie z. B. Borreliose oder immunvermittelte Gelenkerkrankungen, können zu Gelenkentzündungen und Schmerzen führen.
Ab welchem Alter bekommen Hunde Gelenkschmerzen?
Im Allgemeinen neigen größere Hunderassen dazu, Gelenkprobleme früher zu haben als kleinere Rassen, da ihre Gelenke durch ihre größere Körpergröße zusätzlich belastet werden. Große und riesige Rassen können bereits im Alter von 5 bis 6 Jahren Anzeichen von Gelenkschmerzen zeigen, während kleinere Rassen erst im Alter von 8 bis 10 Jahren oder sogar später signifikante Gelenkprobleme haben.
Häufige Gelenkprobleme bei Hunden sind Erkrankungen wie Arthrose, hüftdysplasieund degenerative Gelenkerkrankungen. Diese Zustände können zu Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit führen.
Anzeichen von Gelenkschmerzen bei Hunden
Das Erkennen der Anzeichen von Gelenkschmerzen bei Ihrem Hund ist entscheidend für eine frühzeitige Intervention und Behandlung. Häufige Symptome sind:
- Hinken oder ein Bein bevorzugen.
- Steifheit, besonders nach Ruhe.
- Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Liegen.
- Unlust, Treppen zu steigen oder zu springen.
- Spürbare Schmerzen bei Berührung oder Anfassung.
- Verhaltensänderungen wie Reizbarkeit oder Aggression, oft aufgrund von schmerzbedingten Beschwerden.
Hausmittel gegen Gelenkschmerzen beim Hund
Wenn die Symptome Ihres Hundes nicht schwerwiegend sind und gerade erst Gelenkschmerzen beginnen. Hier sind einige Hausmittel, die von Vorteil sein können:
- Warme Kompresse: Das Auftragen einer warmen Kompresse auf die betroffene Stelle kann eine vorübergehende Linderung der Gelenkschmerzen bewirken. Achten Sie darauf, dass es nicht zu heiß ist, um Verbrennungen an der Haut Ihres Hundes zu vermeiden.
- Massage: Eine sanfte Massage kann die Durchblutung verbessern, Muskelverspannungen reduzieren und die schmerzenden Gelenke Ihres Hundes beruhigen.
- Angemessene Ruhezeiten: Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund ein bequemes und stützendes Bett hat, in dem er sich ausruhen kann. Vermeiden Sie Aktivitäten, die Gelenkschmerzen verschlimmern können.
Was kann man Hunden gegen Gelenkschmerzen geben?
- Nahrungsergänzungsmittel für Gelenke: Glucosamin und Chondroitin für Hunde Nahrungsergänzungsmittel werden häufig verwendet, um die Gelenkgesundheit bei Hunden zu unterstützen. Diese Nahrungsergänzungsmittel können helfen, Entzündungen zu reduzieren und die Knorpelreparatur zu fördern.
- Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren, die häufig in Fischöl enthalten sind (Sardinenöl für Hunde), können entzündungshemmende Eigenschaften haben und bei Gelenkbeschwerden helfen.
- Kurkuma: Kurkuma enthält eine natürliche entzündungshemmende Verbindung namens Curcumin. Sie können eine kleine Menge Kurkuma in das Futter Ihres Hundes mischen, aber konsultieren Sie Ihren Tierarzt für die richtige Dosierung.
- Verschreibungspflichtige Medikamente: Wenn die Gelenkschmerzen Ihres Hundes stark sind, kann Ihr Tierarzt Schmerzmittel oder nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) zur kurzfristigen Linderung verschreiben. Wie Carprofen, meloxicam, Deracoxib und Firocoxib.
Wann sollte man einen Tierarzt aufsuchen?
Während leichte oder gelegentliche Gelenkbeschwerden möglicherweise keine sofortige tierärztliche Hilfe erfordern, sollten Sie unter den folgenden Umständen einen Tierarzt konsultieren:
- Starke Schmerzen: Wenn Ihr Hund starke Schmerzen hat, nicht laufen oder sich bewegen kann oder vor Schmerzen schreit, suchen Sie sofort einen Tierarzt auf. Starke Schmerzen können auf ein schwerwiegendes zugrunde liegendes Problem hinweisen, das sofortige Aufmerksamkeit erfordert.
- Anhaltende Symptome: Wenn die Gelenkschmerzen Ihres Hundes länger als ein paar Wochen anhalten, auch mit Ruhe- oder rezeptfreien Schmerzmitteln, ist dies ein Zeichen dafür, dass es sich bei dem Problem um mehr als eine leichte Zerrung oder Verstauchung handelt.
- Schwellungen und Entzündungen: Wenn das betroffene Gelenk sichtbar geschwollen ist, sich warm anfühlt oder Anzeichen einer Entzündung zeigt, könnte dies auf eine Verletzung, Infektion oder eine zugrunde liegende Erkrankung hinweisen, die eine tierärztliche Untersuchung erfordert.
- Hinken oder Lahmheit: Wenn Ihr Hund ständig humpelt oder ein Bein bevorzugt, ist das ein Zeichen dafür, dass es ein Problem mit dem Gelenk, den Muskeln oder den Knochen geben könnte. Ein Tierarzt kann eine gründliche Untersuchung durchführen, um das Problem zu diagnostizieren.
Wie behandeln Tierärzte Gelenkschmerzen bei Hunden?
Tierärzte wenden eine Vielzahl von nicht-chirurgischen und chirurgischen Behandlungen an, um Gelenkschmerzen bei Hunden zu behandeln, wobei die Wahl der Behandlung von der zugrunde liegenden Ursache und der Schwere der Erkrankung abhängt.
Physiotherapie und Rehabilitation
Physiotherapeutische Übungen können die Muskelkraft, die Gelenkstabilität und den Bewegungsumfang verbessern.
Modalitäten wie Kaltlasertherapie, Ultraschall und Hydrotherapie können helfen, Schmerzen und Entzündungen zu lindern.
Ernährungsumstellung: Spezielle Diäten, die zur Unterstützung der Gelenkgesundheit formuliert wurden, können empfohlen werden. Diese Diäten enthalten oft Inhaltsstoffe wie Glucosamin und Chondroitin.
Hilfsmittel: Mobilitätshilfen wie orthopädische Betten, Rampen und Zahnspangen können Hunden mit Gelenkschmerzen Unterstützung und Komfort bieten.
Chirurgische Behandlungen
- Arthroskopie: Minimalinvasive Verfahren können zur Visualisierung und Behandlung von Gelenkproblemen eingesetzt werden. Dabei kann es sich um die Entfernung von beschädigtem Knorpel und Knochenfragmenten oder die Reparatur von Bändern handeln.
- Vollständiger Gelenkersatz: Bei schweren Gelenkschäden können Tierärzte eine Gelenkersatzoperation empfehlen. Dies wird am häufigsten für die Hüfte (Hüfttotalersatz) oder den Ellenbogen (Ellenbogentotalersatz) durchgeführt.
- Nivellierende Osteotomie des tibialen Plateaus (TPLO) und Reparatur des kranialen Kreuzbandes (CCL): Diese Operationen werden durchgeführt, um Kreuzbandverletzungen im Kniegelenk zu behandeln.
- Osteotomie: Knochenschneidende Verfahren können eingesetzt werden, um Gelenke neu auszurichten und zu stabilisieren, insbesondere bei Deformitäten der eckigen Gliedmaßen.
- Arthrodese: Die Fusion eines Gelenks kann als letzter Ausweg in Betracht gezogen werden, um starke Schmerzen und Instabilitäten in bestimmten Gelenken zu lindern.
Die Wahl zwischen nicht-chirurgischen und chirurgischen Behandlungen hängt von Faktoren wie dem Alter des Hundes, dem allgemeinen Gesundheitszustand, dem betroffenen Gelenk und dem Ausmaß der Gelenkschädigung ab. Ihr Tierarzt wird eine gründliche Untersuchung durchführen, die Röntgenaufnahmen und andere diagnostische Tests umfassen kann, um die beste Vorgehensweise für die Gelenkschmerzen Ihres Hundes zu bestimmen.
Welche Übungen können durchgeführt werden, wenn Gelenkschmerzen durch Fettleibigkeit verursacht werden?
Wenn Gelenkschmerzen bei Hunden durch Fettleibigkeit verursacht oder verschlimmert werden, ist es wichtig, Bewegung in ihre Routine zu integrieren, um ihnen zu helfen, allmählich Gewicht zu verlieren und ihre allgemeine Gelenkgesundheit zu verbessern. Hier sind einige Übungen mit geringer Wirkung, die in Betracht gezogen werden können:
- Gehen: Regelmäßige, kontrollierte Spaziergänge an der Leine können eine hervorragende Übung für übergewichtige Hunde sein. Beginnen Sie mit kurzen Spaziergängen und erhöhen Sie die Dauer allmählich, wenn sich die Ausdauer Ihres Hundes verbessert. Vermeiden Sie unebenes oder hügeliges Gelände, das die Gelenke belasten könnte.
- Schwimmen: Schwimmen ist eine schonende Übung, die die Gelenke schont. Viele Hunde genießen es, und es hilft, die Muskeln zu stärken und die Gewichtsabnahme zu fördern. Erwägen Sie, Ihren Hund für Hydrotherapie-Sitzungen anzumelden, falls verfügbar.
- Wasser-Laufband: Wenn Ihr Hund mit Wasser umgehen kann, kann ein Wasserlaufband für kontrollierte Bewegung in einer unterstützenden Umgebung sorgen. Der Auftrieb des Wassers reduziert die Belastung der Gelenke.
- Stationäres Radfahren: Einige Tierärzte empfehlen, ein hundespezifisches Heimtrainer oder eine spezielle Befestigung an einem normalen Heimtrainer zu verwenden, damit Ihr Hund während des Radfahrens in die Pedale treten kann. Dies kann zu einem schonenden Training führen.
Können Gelenkschmerzen beim Hund geheilt werden?
Gelenkschmerzen beim Hund können oft behandelt und verbessert werden, aber in vielen Fällen können sie nicht vollständig geheilt werden, insbesondere wenn sie auf eine chronische Erkrankung wie Arthrose zurückzuführen sind. Es gibt jedoch verschiedene Behandlungen und Strategien, die helfen können, Gelenkschmerzen bei Hunden zu lindern und ihre Lebensqualität zu verbessern.
Schlussfolgerung
Gelenkschmerzen beim Hund sind eine häufige und oft beherrschbare Erkrankung, die die Lebensqualität Ihres pelzigen Freundes erheblich beeinträchtigen kann. Früherkennung und angemessenes Management sind der Schlüssel, um Ihrem Hund zu einem glücklichen und schmerzfreien Leben zu verhelfen. Indem Sie eng mit Ihrem Tierarzt zusammenarbeiten und einen umfassenden Behandlungsplan umsetzen, können Sie Ihrem vierbeinigen Begleiter die bestmögliche Versorgung bieten und sicherstellen, dass er seine goldenen Jahre in vollen Zügen genießt.

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