Rote Augen von Hunden verstehen

Zu sehen, wie sich die Augen Ihres Hundes rot färben, kann alarmierend sein, besonders wenn Sie sich über die Ursache nicht sicher sind. Rote Augen bei Hunden können auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen sein, die von leichten Reizungen bis hin zu schwerwiegenden Gesundheitszuständen reichen, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern. Dieser umfassende Leitfaden hilft Ihnen zu verstehen, warum die Augen Ihres Hundes rot sind, die häufigsten Ursachen, die Symptome, auf die Sie achten sollten, und die besten Behandlungsmöglichkeiten, um die Augen Ihres Hundes gesund zu halten.
Die Anatomie des Auges eines Hundes verstehen
Bevor Sie sich mit den Ursachen für rote Augen bei Hunden befassen, ist es wichtig, die grundlegende Anatomie des Auges eines Hundes zu verstehen:
- Bindehaut: Eine dünne, transparente Membran, die den weißen Teil des Auges (Sklera) bedeckt und die Innenseite der Augenlider auskleidet.
- Sklera: Der weiße Teil des Auges, der Struktur und Schutz bietet.
- Hornhaut: Die klare, äußere Schicht an der Vorderseite des Auges, die Licht eindringen lässt.
- Iris: Der farbige Teil des Auges, der die Größe der Pupille steuert.
- Pupille: Die schwarze Öffnung in der Iris, die die Lichtmenge reguliert, die in das Auge eindringt.
Rötungen in den Augen eines Hundes können in verschiedenen Teilen auftreten, oft als Folge von Entzündungen, Reizungen oder Verletzungen einer oder mehrerer dieser Strukturen.
Warum sind die Augen meiner Hunde rot?
Mehrere Faktoren können dazu führen, dass die Augen Ihres Hundes rot werden, von leichten Reizstoffen bis hin zu schweren Gesundheitszuständen. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
1. Bindehautentzündung (Bindehautentzündung)
Konjunktivitis ist die Entzündung der Bindehaut und ist eine der häufigsten Ursachen für rote Augen bei Hunden. Es kann durch Infektionen (bakteriell, viral oder pilzlich), Allergien, Fremdkörper oder Umweltreizstoffe wie Staub oder Rauch verursacht werden.
- Symptome:
Rötung, Schwellung, Ausfluss (klar, grün oder gelb), Schielen und häufiges Blinzeln. - Behandlung:
Die Behandlung hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab und kann antibiotische oder entzündungshemmende Augentropfen, die Reinigung der Augen und die Entfernung von Reizstoffen umfassen.
2. Trockenes Auge (Keratoconjunctivitis sicca)
Trockenes Auge tritt auf, wenn die Tränendrüsen eines Hundes nicht genügend Tränen produzieren, was zu Trockenheit, Entzündungen und Rötungen führt. Dieser Zustand kann durch Störungen des Immunsystems, bestimmte Medikamente oder ein Trauma der Tränendrüsen verursacht werden.
- Symptome:
Rote, trockene oder klebrige Augen, dicker Ausfluss, übermäßiges Blinzeln und Reiben der Augen. - Behandlung:
Künstliche Tränentropfen, Tränenstimulanzien und in schweren Fällen Operationen, um die Speicheldrüsen umzuleiten, um die Augen feucht zu halten.
3. Glaukom
Das Glaukom ist eine schwerwiegende Erkrankung, bei der der Druck im Auge ansteigt, was unbehandelt zu Rötungen, Schmerzen und potenziellem Sehverlust führt. Das Glaukom kann primär (genetische Veranlagung) oder sekundär (resultierend aus anderen Augenerkrankungen wie Katarakten, Tumoren oder Traumata) sein.
- Symptome:
Rote Augen, erweiterte Pupillen, trübe Augen, Schielen, Tränen und Lichtempfindlichkeit. In schweren Fällen kann das Auge vergrößert erscheinen. - Behandlung:
Eine tierärztliche Notfallversorgung ist erforderlich. Die Behandlung kann Medikamente zur Druckreduzierung, Schmerzlinderung und manchmal eine Operation umfassen.
4. Uveitis
Uveitis ist die Entzündung der Uvea, der mittleren Schicht des Auges, zu der die Iris, der Ziliarkörper und die Aderhaut gehören. Es kann durch Infektionen, Traumata, Autoimmunerkrankungen oder Krebs verursacht werden.
- Symptome:
Rötungen, trübe Augen, Schielen, Schmerzen, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen. - Behandlung:
Entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente sowie die Behandlung von zugrunde liegenden Infektionen oder Krankheiten.
5. Allergien
Hunde können, wie Menschen, an Allergien leiden, die ihre Augen betreffen. Häufige Allergene sind Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel, Rauch und bestimmte Lebensmittel. Allergische Reaktionen können dazu führen, dass sich die Blutgefäße in den Augen erweitern, was zu Rötungen führt.
- Symptome:
Rote, tränende Augen, Juckreiz, Niesen und Nasenausfluss. - Behandlung:
Antihistaminika, Vermeidung von Allergenen, Augentropfen und regelmäßige Reinigung der Augen, um Reizstoffe zu entfernen.
Hornhautgeschwüre sind offene Wunden auf der Hornhaut, die in der Regel durch Traumata (wie Kratzer), Infektionen oder trockene Augen verursacht werden. Diese Geschwüre können schmerzhaft sein und unbehandelt zu schweren Augenschäden führen.
- Symptome:
Rötungen, Trübungen und Schielen, übermäßiges Reißen und sichtbare Defekte an der Hornhaut. - Behandlung:
Antibiotika-Augentropfen, Schmerzlinderung und in schweren Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um die Hornhaut zu reparieren.
7. Augenverletzungen
Verletzungen des Auges, wie Kratzer, Einstiche oder stumpfe Traumata, können Rötungen und Entzündungen verursachen. Augenverletzungen werden oft durch grobes Spielen, Begegnungen mit anderen Tieren oder Umweltgefahren wie Dornen oder scharfe Gegenstände verursacht.
- Symptome:
Rote Augen, Schwellungen, Schielen, Pfoten am Auge und sichtbare Wunden oder Blut. - Behandlung:
Sofortige tierärztliche Hilfe ist erforderlich. Die Behandlung kann die Reinigung des Auges, das Auftragen von Antibiotikatropfen und den Schutz des Auges mit einem elisabethanischen Kragen (Kegel) umfassen.
8. Fremdkörper
Fremdkörper wie Schmutz, Grassamen oder kleine Insekten können sich im Auge Ihres Hundes verfangen und Reizungen, Rötungen und Unbehagen verursachen. Hunde, die viel Zeit im Freien verbringen, sind anfälliger für Fremdkörper in den Augen.
- Symptome:
Rote, wässrige Augen, häufiges Blinzeln, Blinzeln und Pfoten. - Behandlung:
Spülen Sie das Auge mit Kochsalzlösung oder lassen Sie den Gegenstand von einem Tierarzt entfernen. Antibiotische Augentropfen können verschrieben werden, um Infektionen zu verhindern.
9. Anomalien der Augenlider (Entropium oder Ektropium)
Augenlidanomalien können bei Hunden zu Reizungen und Rötungen führen. **Entropium** ist eine Erkrankung, bei der die Augenlider nach innen rollen, wodurch die Wimpern an der Hornhaut reiben. **Ektropium** ist das Gegenteil, bei dem die Augenlider nach außen rollen und das innere Augenlid freilegen.
- Symptome:
Rote Augen, Schielen, übermäßiges Tränenfluss und chronische Augeninfektionen. - Behandlung:
Oft ist eine Operation erforderlich, um Augenlidanomalien zu korrigieren und weitere Schäden an den Augen zu verhindern.
10. Kirschauge
Kirschauge tritt auf, wenn die Drüse des dritten Augenlids vorfällt und als rote, geschwollene Masse im inneren Augenwinkel sichtbar wird. Diese Erkrankung tritt häufig bei bestimmten Rassen wie Bulldoggen, Beagles und Cocker Spaniels auf.
- Symptome:
Eine rote, runde Masse im Augenwinkel, zusammen mit Rötungen und Reizungen. - Behandlung:
Oft ist eine Operation notwendig, um die Drüse neu zu positionieren und einen zukünftigen Prolaps zu verhindern.
11. Systemische Erkrankungen
Systemische Erkrankungen wie Staupe, Autoimmunerkrankungen und bestimmte Krebsarten können ebenfalls rote Augen verursachen. Diese Erkrankungen betreffen den gesamten Körper und treten oft mit zusätzlichen Symptomen auf, die über Augenrötungen hinausgehen.
- Symptome:
Rote Augen, Fieber, Lethargie, Husten, Nasenausfluss und allgemeine Schwäche. - Behandlung:
Behandlung der Grunderkrankung mit geeigneten Medikamenten, unterstützender Pflege und Überwachung.
Symptome im Zusammenhang mit roten Augen bei Hunden
Wenn die Augen Ihres Hundes rot sind, ist es wichtig, alle Begleitsymptome zu beobachten, die helfen können, die zugrunde liegende Ursache zu identifizieren.
Häufige Symptome sind:
- Übermäßiges Reißen oder Entladen:
Klarer, gelber, grüner oder blutiger Ausfluss kann auf eine Infektion oder Entzündung hinweisen. - Häufiges Schielen oder Blinzeln:
Dies kann auf Beschwerden oder Schmerzen im Auge hindeuten. - Bewölktes oder dunstiges Aussehen:
Weist auf ein mögliches Hornhautproblem oder einen erhöhten Augendruck hin. - Schwellungen um die Augen:
Schwellungen können ein Zeichen für eine Infektion, Verletzung oder allergische Reaktion sein. - Verhaltensänderungen:
Wenn Ihr Hund reizbarer ist, Licht meidet oder Anzeichen von Schmerzen zeigt, könnte dies auf ein ernsthaftes Augenproblem hinweisen.
Diagnose roter Augen bei Hunden
Wenn die Augen Ihres Hundes rot sind, ist eine tierärztliche Untersuchung entscheidend, um die Ursache zu bestimmen. Die Diagnose kann beinhalten:
Ärztliche Untersuchung:
Der Tierarzt wird die Augen mit Licht und Vergrößerung untersuchen, um nach Fremdkörpern, Geschwüren oder anderen Anomalien zu suchen.
Test der Reißproduktion:
Ein Schirmer-Tränentest misst die Tränenproduktion, um das trockene Auge zu überprüfen.
Fluoreszein-Färbung:
Dieser Färbetest hebt Hornhautgeschwüre oder Kratzer hervor.
Messung des Augeninnendrucks:
Ein Tonometrie-Test misst den Druck im Auge, um nach Glaukom zu suchen.
Blutuntersuchungen:
Blutuntersuchungen können durchgeführt werden, um systemische Erkrankungen der Augen auszuschließen.
Behandlungsmöglichkeiten für rote Augen bei Hunden
Die Behandlung von roten Augen bei Hunden hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Hier sind einige gängige Behandlungsmöglichkeiten:
1. Medikamente
- Antibiotische oder antivirale Augentropfen: Zur Behandlung von bakteriellen oder viralen Infektionen.
- Entzündungshemmende Tropfen: Reduzieren Entzündungen und Schmerzen in den Augen.
- Tränenzusätze: Für Hunde mit trockenem Auge können künstliche Tränen oder Medikamente verschrieben werden, die die Tränenproduktion anregen.
- Antihistaminika: Werden verwendet, um Allergien zu behandeln und Augenreizungen zu reduzieren.
2. Chirurgische Eingriffe
- Kirschaugen-Chirurgie: Neupositionierung der Drüse, um einen weiteren Prolaps zu verhindern.
- Korrigierende Augenlidchirurgie: Für Hunde mit Entropium oder Ektropium.
- Glaukomchirurgie: Verfahren zur Senkung des Augeninnendrucks und zur Erhaltung des Sehvermögens.
3. Augenreinigung und -pflege
Die regelmäßige Reinigung der Augen mit Kochsalzlösung oder vom Tierarzt empfohlenen Augenreinigern kann helfen, leichte Reizungen zu behandeln und Ablagerungen zu entfernen.
4. Umgang mit Allergien
Wenn Allergien die Ursache sind, können die Kontrolle der Umgebung, der Ernährung und der Einnahme von Medikamenten die Augengesundheit erheblich verbessern.
Vorbeugung von roten Augen bei Hunden
Obwohl nicht alle Ursachen für rote Augen verhindert werden können, gibt es Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko zu minimieren:
- Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen:
Die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Augenerkrankungen kann schwerwiegende Komplikationen verhindern. - Halten Sie die Augen sauber:
Reinigen Sie regelmäßig die Augen Ihres Hundes, besonders wenn sie zu Ausfluss neigen. - Schützen Sie die Augen Ihres Hundes:
Verwenden Sie Schutzausrüstung oder Beaufsichtigung, wenn sich Ihr Hund in Umgebungen aufhält, in denen die Gefahr von Augenverletzungen besteht. - Überwachen Sie auf Allergene:
Halten Sie Ihr Zuhause sauber und minimieren Sie die Exposition gegenüber häufigen Allergenen.
Schlussfolgerung
Rote Augen bei Hunden können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, von leichten Reizungen bis hin zu ernsthaften Gesundheitszuständen, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern. Das Verständnis der möglichen Ursachen, das Erkennen von Symptomen und die Suche nach sofortiger tierärztlicher Versorgung sind für die Erhaltung der Augengesundheit Ihres Hundes unerlässlich. Indem Sie vorbeugende Maßnahmen ergreifen und den Augenzustand Ihres Hundes genau überwachen, können Sie dazu beitragen, dass er sich wohlfühlt, gesund und glücklich bleibt. Wenn Sie anhaltende Rötungen oder andere besorgniserregende Symptome bemerken, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, um die beste Vorgehensweise für Ihren pelzigen Freund zu ermitteln.

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