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Atemnot bei Hunden (Kurzatmigkeit beim Hund): Symptome, Ursachen & Behandlung
Atemnot ist ein besorgniserregendes Symptom bei Hunden, das niemals ignoriert werden sollte. Es kann ein Anzeichen für eine zugrunde liegende gesundheitliche Störung sein, die sofortige Aufmerksamkeit erfordert.
Von Dr. Isabella Miao
8 min read
Erschwerte Atmung ist ein besorgniserregendes Symptom bei Hunden, das niemals ignoriert werden sollte. Es kann ein Anzeichen für ein zugrunde liegendes Gesundheitsproblem sein, das sofortige Aufmerksamkeit erfordert. Als verantwortungsbewusster Tierhalter ist es wichtig, die potenziellen Ursachen für erschwerte Atmung bei Hunden zu kennen und zu verstehen, wann tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss. Dieser Artikel soll Licht auf dieses wichtige Thema werfen und Hinweise geben, wie Sie Ihren pelzigen Begleiter am besten pflegen können.

Was ist erschwerte Atmung bei Hunden?
Erschwerte Atmung bei Hunden, auch Dyspnoe genannt, bezeichnet einen Zustand, bei dem ein Hund Schwierigkeiten oder Beschwerden beim Atmen hat. Erschwerte Atmung kann sich je nach Ursache unterschiedlich äußern und wird in chronische und akute erschwerte Atmung unterteilt.
Chronische erschwerte Atmung bei Hunden
Chronische erschwerte Atmung bei Hunden bezieht sich auf langfristige oder wiederkehrende Atembeschwerden. Sie ist oft mit zugrunde liegenden Erkrankungen wie Herzkrankheiten, chronischer Bronchitis, Lungenentzündung, Trachealkollaps, Lungentumoren oder kongestiver Herzinsuffizienz verbunden. Hunde mit chronischer erschwerten Atmung können Symptome wie schnelle oder flache Atmung, verstärkte Atemanstrengung, Keuchen, Husten und verminderte Belastbarkeit zeigen.
Akute erschwerte Atmung bei Hunden
Akute erschwerte Atmung bei Hunden bezeichnet das plötzliche Auftreten von Atembeschwerden. Dies gilt als Notfallsituation, die sofortige tierärztliche Behandlung erfordert. Akute erschwerte Atmung kann verschiedene Ursachen haben, darunter schwere Infektionen der Atemwege, allergische Reaktionen, Traumata, Herzversagen, Hitzschlag, Fremdkörperobstruktion in den Atemwegen oder Anaphylaxie. Hunde mit akuter erschwerten Atmung können starke Unruhe, Maulatmung, Schnappen nach Luft, gestreckten Hals und Kopf, blasse oder bläuliche Schleimhäute sowie Kollaps zeigen.
Wie sieht erschwerte Atmung bei einem Hund aus?
Erschwerte Atmung bei Hunden kann sich auf verschiedene Weise äußern, und es ist wichtig, die Anzeichen erkennen zu können. Hier sind einige häufige Hinweise auf erschwerte Atmung bei Hunden:
- Nasenflügelblähen: Hunde können beim Atmen ihre Nasenflügel spreizen, was auf eine erhöhte Anstrengung beim Einatmen hinweist.
- Gestreckte Hals- und Kopfhaltung: Hunde mit erschwerten Atmen strecken möglicherweise ihren Hals und Kopf nach vorne, um ihre Atemwege zu öffnen und das Atmen zu erleichtern.
- Sichtbare Anzeichen von Unwohlsein: Hunde mit erschwerten Atmen können Anzeichen von Stress oder Angst zeigen. Sie können unruhig, aufgeregt oder unwohl wirken. Möglicherweise beobachten Sie, dass sie auf und ab laufen, übermäßig hecheln oder keine bequeme Position finden können.
- Veränderung der Farbe ihrer Schleimhäute von rosa zu blau, lila, grau oder weiß
- Schnarchen, Röcheln oder Husten
- Geschwollener Bauch
- Schaumbildung im Maul
- Gelber oder grüner Augen- oder Nasenausfluss

Wenn Ihr Hund neben anderen besorgniserregenden Symptomen auch Atemnot zeigt, ist es entscheidend, sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Diese Symptome können auf ein ernstes zugrunde liegendes Gesundheitsproblem hinweisen, das eine schnelle Diagnose und Behandlung erfordert.
Hund mit Atemnot frisst nicht
Wenn Ihr Hund Atemnot hat und seinen Appetit verloren hat, könnte dies ein Zeichen für ein erhebliches respiratorisches oder systemisches Problem sein. Infektionen der Atemwege, kongestive Herzinsuffizienz oder andere Erkrankungen können Atembeschwerden und Appetitlosigkeit verursachen. Ein Tierarzt sollte Ihren Hund untersuchen, um die Ursache festzustellen und eine angemessene Behandlung einzuleiten.
Hund mit Atemnot beim Schlafen
Erschwerte Atmung während des Schlafes kann auf verschiedene respiratorische oder kardiale Probleme hinweisen. Schlafapnoe, Obstruktionen der oberen Atemwege, Herzerkrankungen oder Lungenprobleme können zu diesem Symptom beitragen.
Hund mit Atemnot und Erbrechen
Wenn Ihr Hund sowohl Atemnot als auch Erbrechen zeigt, kann dies ein Zeichen für einen schweren Zustand sein, der sofortige Aufmerksamkeit erfordert. Zu den möglichen Ursachen gehören Atemnot, gastrointestinale Probleme, Vergiftungen oder Organfunktionsstörungen.
Hund mit Atemnot und Keuchen
Keuchen ist oft mit verengten Atemwegen verbunden, typischerweise aufgrund von Entzündungen oder Verkrampfungen. Es kann durch verschiedene Zustände verursacht werden, wie Allergien, Asthma, Infektionen der Atemwege oder Herzerkrankungen.
Wie atmet ein gesunder Hund?
Ein gesunder Hund atmet regelmäßig und entspannt und zeigt einen natürlichen Rhythmus ohne Anzeichen von Atemnot. Das Ein- und Ausatmen erfolgt reibungslos ohne Unterbrechungen oder Pausen.
Die durchschnittliche Ruheatemfrequenz eines gesunden erwachsenen Hundes liegt zwischen 10 und 30 Atemzügen pro Minute, abhängig von Rasse, Größe und individuellen Faktoren. Während der normalen Atmung sollten kein Keuchen, Röcheln, Schnarchen oder anhaltender Husten auftreten. Welpen und kleinere Rassen neigen dazu, eine schnellere Atemfrequenz zu haben als größere Rassen.
Das Zahnfleisch und die Zunge eines gesunden Hundes sollten eine normale rosafarbene Färbung aufweisen, was auf eine gute Sauerstoffversorgung und Durchblutung hinweist. Blasse oder bläuliche Schleimhäute können ein Zeichen für eine unzureichende Sauerstoffversorgung sein.
Es ist wichtig zu beachten, dass einzelne Hunde leicht unterschiedliche Atemmuster haben können, insbesondere in Zeiten der Aufregung, bei körperlicher Betätigung oder bei heißem Wetter, wenn das Hecheln stärker ausgeprägt ist. Selbst in diesen Zeiten sollte ein gesunder Hund jedoch keine Anzeichen von Atemnot zeigen, wie übermäßiges Hecheln, Schnappen nach Luft oder Atemnot.
Warum atmet mein Hund schwer?
Wenn Ihr Hund schwer atmet, kann dies verschiedene zugrunde liegende Gründe haben, die von normalen physiologischen Reaktionen bis hin zu potenziell ernsten Gesundheitszuständen reichen. Es ist wichtig, den Kontext und andere begleitende Symptome zu berücksichtigen, um die Ursache zu bestimmen. Hier sind einige mögliche Gründe, warum Ihr Hund schwer atmen könnte:
Normale physiologische Reaktionen
- Körperliche Aktivität oder Aufregung: Hunde atmen natürlich schwer nach körperlicher Betätigung oder wenn sie aufgeregt sind. Hecheln ist eine normale Möglichkeit für Hunde, ihre Körpertemperatur zu regulieren, und hilft ihnen, sich abzukühlen. Wenn Ihr Hund körperlich aktiv war oder starke Emotionen erlebt hat, ist die schwere Atmung wahrscheinlich vorübergehend und sollte nachlassen, sobald er sich beruhigt.
- Hitze oder Feuchtigkeit: Hunde können stark hecheln, wenn sie heißen oder feuchten Bedingungen ausgesetzt sind. Hecheln hilft ihnen, Wärme abzugeben und ihre Körpertemperatur zu regulieren. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund bei heißem Wetter Zugang zu Schatten, frischem Wasser und einer kühlen Umgebung hat.
- Stress oder Angst: Hunde können schwer atmen, wenn sie gestresst oder ängstlich sind. Dies kann als Reaktion auf neue Umgebungen, laute Geräusche, Trennungsangst oder andere Auslöser auftreten. Wenn die schwere Atmung von anderen Anzeichen von Angst begleitet wird, wie Auf- und Abgehen, Unruhe oder übermäßiges Sabbern, ist es wichtig, die zugrunde liegenden Stressfaktoren anzugehen und entsprechende Unterstützung zu bieten.
Potenziell ernste Gesundheitszustände
Atemwegsprobleme: Bestimmte Erkrankungen der Atemwege können bei Hunden zu schwerer Atmung führen. Dazu können gehören:
- Zwingerhusten
- Lungenentzündung
- Allergien
- Asthma
- Bronchitis
- Andere obstruktive Atemwegserkrankungen
Herz- oder Herz-Kreislauf-Probleme
- Kongestive Herzinsuffizienz
- Herzerkrankungen
- Flüssigkeitsansammlung in der Lunge
- Herzwurmerkrankung - Herzwürmer können das Herz infizieren und die Blutgefäße zwischen Herz und Lunge blockieren. Dies kann zu Vernarbungen der Lunge und kongestiver Herzinsuffizienz führen. Selbst nach der Behandlung kann die Lunge dauerhaft vernarbt sein, was die Elastizität der Atemwege verringert.
Verwandt: Vorbeugung gegen Flöhe, Zecken und Herzwürmer bei Hunden
Wie diagnostizieren Tierärzte schwere Atmung bei Hunden?
- Führen Sie eine gründliche körperliche Untersuchung Ihres Hundes durch, wobei Vitalzeichen, Lungengeräusche, Herzfunktion und allgemeiner Gesundheitszustand beurteilt werden.
- Seien Sie bereit, Informationen über die Symptome Ihres Hundes, die Dauer der schweren Atmung, kürzliche Verhaltens- oder Umweltveränderungen, frühere Erkrankungen sowie alle Medikamente oder Behandlungen, die Ihr Hund erhalten hat, mitzuteilen.
- Röntgenaufnahmen werden häufig verwendet, um Lunge und Herz zu beurteilen.
- CT-Scans oder Ultraschalluntersuchungen können für eine detailliertere Bewertung erforderlich sein.
- Ein großes Blutbild (CBC) und ein Biochemiepanel können wertvolle Informationen über den allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Hundes, die Organfunktion und potenzielle zugrunde liegende Ursachen der schweren Atmung liefern. Spezifische Tests, wie Herzwurmtests oder Tests zur Beurteilung des Sauerstoffgehalts im Blut, können je nach vermuteter Ursache empfohlen werden.
- Kotuntersuchung
- Kulturen oder Abstriche: Wenn eine Infektion vermutet wird, kann Ihr Tierarzt Proben (wie Abstriche oder Kulturen) aus den Atemwegen oder anderen betroffenen Bereichen entnehmen, um den verursachenden Erreger zu identifizieren und eine geeignete Behandlung einzuleiten.
- Wenn eine Herzerkrankung vermutet wird, kann dies eine Elektrokardiographie (EKG) zur Beurteilung des Herzrhythmus, eine Echokardiographie (Herzultraschall) zur Beurteilung der Struktur und Funktion des Herzens oder andere spezialisierte Tests umfassen.
Wie kann man einem Hund mit erschwerten Atmen helfen?
Wenn Sie bemerken, dass Ihr Hund erschwerte Atmung zeigt, ist es wichtig, sofortige Hilfe zu leisten, während Sie auf tierärztliche Versorgung warten. Ihr Hund kann Ihre Emotionen spüren, daher ist es wichtig, ruhig und gefasst zu bleiben. Dies hilft, Ihren Hund entspannt zu halten und zusätzlichen Stress oder Angst zu vermeiden.
Beobachten Sie das Atemmuster, die Herzfrequenz und das allgemeine Verhalten Ihres Hundes. Notieren Sie alle Veränderungen oder Verschlechterungen der Symptome. Halten Sie die Dauer und Häufigkeit der Episoden erschwerten Atmens fest, da diese Informationen für den Tierarzt wertvoll sein werden.
Stellen Sie sicher, dass frisches Wasser für Ihren Hund jederzeit verfügbar ist. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig für das allgemeine Wohlbefinden und kann helfen, Schleim zu verdünnen, der zur erschwerten Atmung beitragen könnte.
Erlauben Sie Ihrem Hund, sich frei zu bewegen, solange dies seine Notlage nicht verschlimmert. Die Einschränkung seiner Bewegung kann weitere Angst und Unbehagen verursachen.
Tierärztliche Versorgung in Anspruch nehmen:
- Hunde mit schwerer Atemnot benötigen möglicherweise zusätzlichen Sauerstoff, was einen Krankenhausaufenthalt erfordert.
- Medikamente zur Erleichterung der Atmung können verabreicht werden (z. B. Bronchodilatatoren, steroidale entzündungshemmende Medikamente).
- Wenn Ihr Hund eine Herzerkrankung hat, können Herzmedikamente erforderlich sein.
- Entfernung aller Fremdkörper, die die Atemwege blockieren.

Wie man erschwerte Atmung bei Hunden vorbeugt
Die Vorbeugung von erschwerten Atmen bei Hunden umfasst verschiedene Maßnahmen zur Förderung ihrer allgemeinen Gesundheit und ihres Wohlbefindens. Obwohl einige Ursachen für erschwerte Atmung unvermeidbar sind, gibt es Schritte, die Sie unternehmen können, um das Risiko zu minimieren und die Atemgesundheit Ihres Hundes zu unterstützen. Hier sind einige vorbeugende Maßnahmen:
- Halten Sie ein gesundes Gewicht: Übergewicht kann das Atmungssystem eines Hundes zusätzlich belasten und das Atmen erschweren. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund durch eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung ein gesundes Gewicht hält.
- Impfen und Infektionskrankheiten vorbeugen: Befolgen Sie den von Ihrem Tierarzt empfohlenen Impfplan, um Ihren Hund vor ansteckenden Atemwegserkrankungen wie Zwingerhusten oder Hundegrippe zu schützen.
- Exposition gegenüber Allergenen minimieren: Einige Hunde können anfällig für Atemwegsallergien sein. Minimieren Sie ihre Exposition gegenüber häufigen Allergenen wie Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel oder bestimmten Nahrungsmittelbestandteilen. Halten Sie ihre Wohnumgebung sauber und verwenden Sie hypoallergene Bettwäsche.
Über den Autor
Isabella Miao, DVM
Tierarzt
Dr. Isabella Miao ist eine mitfühlende und engagierte Tierärztin mit über 10 Jahren Erfahrung in der außergewöhnlichen Versorgung von Haustieren aller Art. Dr. Miao ist auf Präventivmedizin und Notfallversorgung spezialisiert und setzt sich leidenschaftlich für die Förderung der allgemeinen Gesundheit und des Wohlbefindens von Tieren ein. Ihr umfangreiches Wissen, kombiniert mit ihrer einfühlsamen Herangehensweise, hat ihr das Vertrauen und die Bewunderung von Tierhaltern und Kollegen gleichermaßen eingebracht.
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