Wie man sich um eine Katze mit einem Bandscheibenvorfall kümmert

Was ist ein Bandscheibenvorfall bei Katzen?
Die Wirbelsäule einer Katze besteht aus Wirbeln, die durch Bandscheiben gepolstert sind. Diese Bandscheiben bestehen aus Knorpel und sind so konzipiert, dass sie als Stoßdämpfer zwischen den Knochen wirken. Ein Bandscheibenvorfall tritt auf, wenn eine dieser Bandscheiben beschädigt wird, entweder durch Vorwölbung oder Hernien, und auf das Rückenmark drückt. Dies kann zu Nervenschäden führen, die zu Schmerzen, Schwäche und Koordinationsverlust führen.
Bei Katzen treten Bandscheibenvorfälle am häufigsten im Bereich des thorakolumbalen (mittleren Rückens) oder im zervikalen Bereich (Nacken) der Wirbelsäule auf. Obwohl IVDD bei Katzen nicht so häufig vorkommt wie bei Hunden, kann es sich dennoch um eine schwere Erkrankung handeln, die sofortige tierärztliche Hilfe erfordert.
Wie man sich um eine Katze mit Bandscheibenvorfall kümmert
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Ruhe und Gefangenschaft: Schränken Sie die Bewegung Ihrer Katze ein, indem Sie sie an einem kleinen, ruhigen Ort halten, um weitere Verletzungen zu vermeiden. Vermeiden Sie Springen, Klettern und Laufen.
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Schmerztherapie: Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, um eine angemessene Schmerzlinderung zu erhalten, z. B. entzündungshemmende Medikamente oder Schmerzmittel. Geben Sie Ihrer Katze niemals Medikamente für Menschen.
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Tierarztbesuche: Planen Sie regelmäßige Kontrolluntersuchungen, um den Fortschritt zu überwachen und die Behandlung anzupassen. Befolgen Sie die Ratschläge Ihres Tierarztes genau.
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Physiotherapie: Sobald die Schmerzen unter Kontrolle sind, kann Ihr Tierarzt sanfte Übungen oder Hydrotherapie empfehlen, um Kraft und Beweglichkeit wiederzuerlangen.
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Gewichtskontrolle: Wenn Ihre Katze übergewichtig ist, passen Sie ihre Ernährung an, um die Belastung der Wirbelsäule zu verringern.
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Überwachen von Symptomen: Achten Sie auf sich verschlimmernde Symptome wie Schwierigkeiten beim Gehen, Inkontinenz oder verstärkte Schmerzen. Wenden Sie sich in diesem Fall sofort an Ihren Tierarzt.
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Chirurgische Optionen: Wenn keine Besserung eintritt oder eine Lähmung auftritt, kann eine Operation erforderlich sein, um den Druck auf die Wirbelsäule zu verringern.
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Wohnkomfort: Schaffen Sie einen weichen, stützenden Ruhebereich für Ihre Katze, um die Heilung und den Komfort während der Genesung zu fördern.
Ursachen für Bandscheibenvorfälle bei Katzen
Ein Bandscheibenvorfall kann verschiedene Ursachen haben:
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Trauma oder Verletzung: Unfälle, Stürze oder jede Art von stumpfer Gewalteinwirkung können dazu führen, dass eine Bandscheibe vorfällt oder verrutscht. Eine Katze, die aus großer Höhe stürzt oder einen Autounfall hat, kann gefährdet sein.
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Alterung und Degeneration: Mit zunehmendem Alter können die Bandscheiben in der Wirbelsäule von Katzen ihre Elastizität und Festigkeit verlieren. Diese natürliche Degeneration kann die Bandscheiben schon bei geringer Belastung anfälliger für Verrutschen oder Hernien machen.
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Genetische Faktoren: Einige Rassen können für Wirbelsäulenprobleme, einschließlich Bandscheibenvorfälle, prädisponiert sein. Obwohl es nicht so ausgeprägt ist wie bei bestimmten Hunderassen, haben einige Katzen, insbesondere solche mit langem Körper wie die Siamkatze oder Munchkin, eine höhere Wahrscheinlichkeit, Wirbelsäulenprobleme zu entwickeln.
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Fettsucht: Übergewicht belastet die Wirbelsäule zusätzlich und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Bandscheibenproblemen bei übergewichtigen Katzen.
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Anzeichen und Symptome eines Bandscheibenvorfalls bei Katzen
Das frühzeitige Erkennen der Symptome eines Bandscheibenvorfalls ist entscheidend, um Ihre Katze richtig zu versorgen. Zu den Anzeichen, auf die Sie achten sollten, gehören:
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Schmerzen oder Empfindlichkeit: Katzen mit einem Bandscheibenvorfall zeigen oft Anzeichen von Schmerzen oder Beschwerden, einschließlich Lautäußerungen bei Berührung, Lecken oder Beißen am Rücken und Verstecken. Die Schmerzen sind in der Regel im Bereich der Wirbelsäule oder des Nackens lokalisiert.
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Schwierigkeiten beim Gehen oder Bewegen: Ein Bandscheibenvorfall kann die Koordination und Beweglichkeit einer Katze beeinträchtigen. Katzen können Schwierigkeiten beim Gehen, Schleppen der Hinterbeine oder sogar beim Stolpern haben.
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Lähmung oder Schwäche: In schweren Fällen kann es bei Ihrer Katze zu teilweisen oder vollständigen Lähmungen kommen, insbesondere an den Hinterbeinen. Wenn das Rückenmark stark zusammengedrückt wird, kann die Lähmung sofort und tiefgreifend sein.
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Muskelkrämpfe oder Zittern: Muskelkrämpfe können auftreten, oft im betroffenen Bereich. Bei manchen Katzen kommt es auch zu Zittern oder einem Mangel an normaler Koordination, wenn sie versuchen zu gehen.
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Veränderungen beim Wasserlassen oder Stuhlgang: Katzen mit schweren Wirbelsäulenverletzungen können die Fähigkeit verlieren, ihre Blase oder ihren Darm zu kontrollieren, was zu Inkontinenz führt.
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Nacken- oder Rückensteifigkeit: Katzen können ihren Kopf oder Rücken aufgrund von Schmerzen oder Unwohlsein in einer abnormalen Position halten. Dies kann dazu führen, dass sie bei Bewegung "steif" erscheinen.
Diagnose eines Bandscheibenvorfalls bei Katzen
Wenn Sie eines der oben genannten Symptome bemerken, ist es wichtig, dass Sie Ihre Katze so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen. Die Diagnose eines Bandscheibenvorfalls umfasst in der Regel:
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Ärztliche Untersuchung: Ihr Tierarzt wird eine gründliche körperliche Untersuchung durchführen, um den Bewegungsumfang, die Reflexe und die Schmerzempfindlichkeit Ihrer Katze entlang der Wirbelsäule zu beurteilen.
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Neurologische Bewertung: Eine detaillierte neurologische Untersuchung kann durchgeführt werden, um nach Anzeichen von Nervenschäden oder -kompression zu suchen. Dies hilft dabei, genau zu bestimmen, welcher Teil der Wirbelsäule betroffen ist.
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Bildgebung: Röntgenaufnahmen können gemacht werden, um Frakturen oder andere Skelettprobleme auszuschließen. Röntgenbilder sind jedoch nicht immer aussagekräftig für die Diagnose von Bandscheibenvorfällen. Fortschrittliche bildgebende Verfahren wie MRT- oder CT-Scans sind effektiver, um Weichteilschäden wie einen Bandscheibenvorfall sichtbar zu machen.
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Blutuntersuchungen: Es können Blutuntersuchungen durchgeführt werden, um andere Gesundheitszustände auszuschließen, die zu den Symptomen beitragen könnten.
Behandlungsmöglichkeiten für Katzen mit einem Bandscheibenvorfall
Sobald ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert wurde, wird Ihr Tierarzt die beste Behandlungsmethode basierend auf der Schwere der Erkrankung, dem Alter Ihrer Katze, dem allgemeinen Gesundheitszustand und dem Lebensstil besprechen. Es gibt mehrere Behandlungsmöglichkeiten, einschließlich konservativer Behandlung und Operation.
1. Konservative Behandlung (nicht-chirurgisch)
In Fällen, in denen der Bandscheibenvorfall weniger stark ausgeprägt ist und die Katze noch laufen kann, kann eine nicht-chirurgische Behandlung wirksam sein. Dies beinhaltet in der Regel:
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Ruhepause: Ruhe ist einer der wichtigsten Aspekte der Heilung. Ihre Katze muss Springen, Klettern oder andere Aktivitäten vermeiden, die den Zustand verschlimmern könnten. Dazu gehört oft, dass sie in einem kleinen, ruhigen Raum eingesperrt werden, in dem sie sich bequem ausruhen können.
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Schmerztherapie: Schmerzlinderung ist entscheidend. Ihr Tierarzt kann Medikamente wie nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) oder Opioide verschreiben, um Schmerzen und Entzündungen zu behandeln. Steroide können auch verwendet werden, um Schwellungen um den betroffenen Wirbelsäulenbereich zu reduzieren.
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Physiotherapie: Sobald die akuten Schmerzen nachlassen, kann eine Physiotherapie Ihrer Katze helfen, wieder Kraft und Beweglichkeit zu erlangen. Dies kann sanfte Dehnungen, passive Bewegungsübungen und sogar Hydrotherapie beinhalten, um die Muskeln zu stärken, die die Wirbelsäule stützen.
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Gewichtsmanagement: Wenn Ihre Katze übergewichtig ist, kann die Gewichtskontrolle die Belastung der Wirbelsäule verringern und die Regeneration verbessern.
2. Chirurgie
In schwereren Fällen, insbesondere wenn es sich um eine Lähmung oder eine erhebliche Nervenkompression handelt, kann eine Operation erforderlich sein. Ein chirurgischer Eingriff kann Folgendes umfassen:
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Diskektomie: Hierbei handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, bei dem die beschädigte Bandscheibe, die auf das Rückenmark drückt, entfernt wird. Sie wird oft empfohlen, wenn konservative Behandlungen versagen oder wenn Lähmungen auftreten.
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Versteifung der Wirbelsäule: In bestimmten Fällen kann sich der Tierarzt für eine Wirbelsäulenversteifung entscheiden, um die Wirbelsäule nach der Bandscheibenentfernung zu stabilisieren.
Eine chirurgische Behandlung kann sehr effektiv sein, birgt aber Risiken, einschließlich Anästhesiekomplikationen und postoperativer Infektionen. Nach der Operation benötigt Ihre Katze eine Zeit der Ruhe und Rehabilitation, ähnlich wie bei der konservativen Behandlung.
Rehabilitation und Genesung
Genesung nach einem Bandscheibenvorfall bei Katzen dauert in der Regel 6-8 Wochen, je nach Schweregrad und Behandlung. Die Genesung von einem Bandscheibenvorfall kann ein langwieriger Prozess sein, unabhängig davon, ob sich Ihre Katze einer Operation unterzieht oder eine konservative Behandlung erhält. Die folgenden Schritte sind entscheidend für eine erfolgreiche Wiederherstellung:
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Enge Ruhe: Ihre Katze muss mehrere Wochen lang in einem engen, ruhigen Bereich gehalten werden, damit die Wirbelsäule heilen kann. Dies verhindert übermäßige Bewegungen, die zu erneuten Verletzungen führen könnten.
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Nachsorge bei Tierarztbesuchen: Regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Tierarzt sind unerlässlich, um die Fortschritte Ihrer Katze zu überwachen und die Behandlung bei Bedarf anzupassen. Ihr Tierarzt kann auch zusätzliche Bildgebungen durchführen, um die Heilung zu beurteilen.
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Physiotherapie: Wenn Ihre Katze zu heilen beginnt, hilft Ihnen die Physiotherapie, Muskelkraft, Flexibilität und Koordination wiederzuerlangen. Die Therapie kann Massagen, Gelenkmobilisierungen und beaufsichtigtes Gehen oder Schwimmen umfassen. Viele Tierärzte empfehlen die Hydrotherapie (Wassertherapie), die vor allem bei Wirbelsäulenverletzungen von Vorteil ist, da der Auftrieb des Wassers dazu beiträgt, die Belastung der Wirbelsäule zu verringern.
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Häusliche Pflege und Überwachung: Sie müssen das Verhalten und die körperliche Verfassung Ihrer Katze während der Genesung im Auge behalten. Achte auf Anzeichen von sich verschlimmernden Schmerzen, Schwäche oder Verlust der Blasen- und Darmkontrolle. Wenn einer dieser Fälle auftritt, wenden Sie sich sofort an Ihren Tierarzt.
Zukünftige Bandscheibenvorfälle bei Katzen verhindern
Auch wenn nicht alle Ursachen für Bandscheibenvorfälle verhindert werden können, gibt es Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko zu minimieren:
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Gewichtsmanagement: Wenn Sie Ihre Katze auf einem gesunden Gewicht halten, werden Wirbelsäule und Gelenke weniger belastet.
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Sichere Umgebung: Verhindern Sie Stürze und Unfälle, indem Sie den Zugang Ihrer Katze zu hohen Stellen einschränken, insbesondere wenn sie älter ist oder in der Vergangenheit Probleme mit der Wirbelsäule hatte.
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Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen: Regelmäßige Besuche beim Tierarzt können helfen, frühe Anzeichen von Wirbelsäulenproblemen und anderen Gesundheitsproblemen zu erkennen, bevor sie schwerwiegend werden.
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Sanftmütig Übung: Wenn Sie Ihrer Katze regelmäßige, sanfte Bewegung (ohne Überanstrengung) geben, können Sie ihre Muskeln stärken und ihre Wirbelsäule unterstützen.
Schlussfolgerung
Die Pflege einer Katze mit einem Bandscheibenvorfall erfordert Geduld, Wachsamkeit und einen proaktiven Ansatz. Obwohl die Erkrankung schmerzhaft und herausfordernd sein kann, erholen sich viele Katzen mit der richtigen Behandlung, Rehabilitation und Pflege. Unabhängig davon, ob Ihre Katze eine konservative Behandlung oder eine Operation benötigt, ist es am wichtigsten, die Anweisungen Ihres Tierarztes zu befolgen und Ihrer Katze genügend Zeit zum Ausruhen und Heilen zu geben. Durch die richtige Behandlung und die Gewährleistung einer sicheren, unterstützenden Umgebung können Sie Ihrer Katze helfen, wieder ein angenehmes und aktives Leben zu führen.

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