Pflege und gesundes Leben
Verstehen und Behandeln von Ohrenkratzen bei Hunden
Wenn Hunde sich an den Ohren kratzen, ist das ein häufiges Verhalten, das auf verschiedene zugrunde liegende Probleme hinweisen kann. Als besorgter Tierbesitzer ist es wichtig, die Ursachen für dieses Verhalten zu untersuchen und wirksame Lösungen umzusetzen. In diesem umfassenden Ratgeber werden wir
Von Dr. Isabella Miao
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Wenn Hunde sich am Ohr kratzen, ist das ein häufiges Verhalten, das auf verschiedene zugrunde liegende Probleme hinweisen kann. Als besorgter Tierbesitzer ist es wichtig, die Ursachen für dieses Verhalten zu erforschen und wirksame Lösungen umzusetzen. In diesem umfassenden Leitfaden gehen wir den Ursachen für das Kratzen an den Ohren bei Hunden auf den Grund, klären, wann dies normal ist, wie man es stoppen kann, und vieles mehr zum Thema Hundekratzen am Ohr.
Warum kratzt sich mein Hund ständig am Ohr?
Das Kratzen am Ohr beim Hund kann vielfältige Ursachen haben, deren Verständnis für eine gezielte Pflege entscheidend ist:
Ohrentzündungen: Bakterielle, Hefe- oder Pilzinfektionen können Reizungen und Beschwerden verursachen, was zu anhaltendem Kratzen führt. Infektionen können durch Faktoren wie Feuchtigkeit im Ohr, Allergien oder das Vorhandensein von Fremdkörpern entstehen.
Allergien: Hunde können auf verschiedene Substanzen allergisch reagieren, darunter bestimmte Lebensmittel, Umweltfaktoren wie Pollen oder Hausstaubmilben sowie Pflegeprodukte. Allergische Reaktionen können sich als Juckreiz und Kratzen äußern, insbesondere an den Ohren.
Fremdkörper: Eindringlinge wie Grassamen, Schmutzpartikel oder kleine Insekten können sich im Ohr eines Hundes festsetzen, Reizungen verursachen und dazu führen, dass der Hund versucht, den Fremdkörper durch Kratzen zu entfernen.
Ohrmilben: Diese mikroskopisch kleinen Parasiten können die Ohren eines Hundes befallen und starken Juckreiz verursachen. Hunde mit Ohrmilben kratzen sich oft übermäßig und schütteln oder neigen häufig den Kopf.
Hauterkrankungen: Zugrunde liegende Hautprobleme wie Dermatitis oder Ekzeme können sich auf die Ohren ausbreiten, Reizungen verursachen und zum Kratzen führen. Hauterkrankungen können durch Allergien, hormonelle Ungleichgewichte oder genetische Faktoren bedingt sein.
Feuchtigkeit und Luftfeuchtigkeit: Übermäßige Feuchtigkeit im Ohr, insbesondere bei Rassen mit Schlappohren, schafft ein ideales Umfeld für das Wachstum von Bakterien und Hefepilzen. Dies kann zu Juckreiz und Kratzen führen.
Hormonelle Ungleichgewichte: Hormonelle Veränderungen, wie sie beispielsweise bei einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten, können zu Haut- und Ohrproblemen beitragen, die wiederum Kratzen verursachen.
Verhaltensbedingte Faktoren: Hunde können sich aufgrund von Stress, Angst oder Langeweile am Ohr kratzen. Verhaltensprobleme können körperliche Beschwerden verstärken und zu anhaltendem Kratzen führen.
Ist es normal, wenn sich Hunde am Ohr kratzen?
Während gelegentliches Kratzen am Ohr normal ist, kann übermäßiges oder anhaltendes Kratzen auf ein zugrunde liegendes Problem hinweisen. Hunde mit gesunden Ohren sollten keine ständigen Beschwerden zeigen. Untersuchen Sie regelmäßig die Ohren Ihres Hundes auf Rötungen, Schwellungen, Ausfluss oder üble Gerüche, da diese Anzeichen für ein Problem sein können.
Ratschläge, wie man einen Hund davon abhält, sich am Ohr zu kratzen
Die Beseitigung der Ursache ist entscheidend, um das Kratzen am Ohr beim Hund zu stoppen. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Konsultieren Sie Ihren Tierarzt: Wenn sich Ihr Hund übermäßig kratzt, suchen Sie Ihren Tierarzt für eine gründliche Untersuchung auf. Er kann die zugrunde liegende Ursache identifizieren und eine geeignete Behandlung empfehlen.
2. Ohrreinigung: Reinigen Sie die Ohren Ihres Hundes regelmäßig mit einem vom Tierarzt zugelassenen Ohrreiniger, um Ohrenschmalz und Schmutz zu entfernen und so das Risiko von Infektionen zu verringern.
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Beschreibungen:
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3. Allergiemanagement: Identifizieren und eliminieren Sie potenzielle Allergene aus der Umgebung Ihres Hundes, sei es in seinem Futter, seinen Pflegeprodukten oder seiner unmittelbaren Umgebung.
4. Parasitenkontrolle: Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund ein regelmäßiges Programm zur Parasitenprävention erhält, um Probleme wie Ohrmilben und Flöhe zu bekämpfen.
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5. Richtige Fellpflege: Halten Sie die Ohren Ihres Hundes trocken und gepflegt. Bei langhaarigen Rassen kann ein regelmäßiges Trimmen der Haare im Ohrbereich die Luftzirkulation verbessern.
Mein Hund kratzt sich nachts am Ohr und schüttelt den Kopf: Warum?
Wenn sich Ihr Hund nachts am Ohr kratzt und den Kopf schüttelt, können mehrere Faktoren dafür verantwortlich sein:
- 1. Nächtliche Aktivität: Hunde sind von Natur aus in der Dämmerung und am frühen Morgen aktiver, sodass vermehrtes Kratzen auf eine erhöhte Wachsamkeit während dieser Stunden zurückzuführen sein könnte.
- 2. Ohrentzündungen: Wenn Ihrem Hund die Ohren wehtun, können die Beschwerden beim Versuch, sich auszuruhen, stärker ausgeprägt sein, was nachts zu vermehrtem Kratzen und Kopfschütteln führt.
- 3. Allergien: Wenn Ihr Hund auf Umweltfaktoren allergisch reagiert, kann das nächtliche Kratzen durch eine verstärkte Exposition gegenüber Allergenen verschlimmert werden.
- 4. Schlafstörungen: Andere Faktoren wie Unbehagen aufgrund einer ungünstigen Schlafumgebung oder Angstzustände können ebenfalls zu nächtlichem Kratzen beitragen.
Die Lösung dieser Probleme kann Anpassungen der Schlafumgebung Ihres Hundes, das Bereitstellen von Ablenkungen oder die Suche nach tierärztlichem Rat bei spezifischen Problemen mit nächtlichem Kratzen umfassen.
Mein Hund kratzt sich ständig am Ohr und leckt seine Pfote: Warum?
Anhaltendes Kratzen und Pfotenlecken können auf ein lokales Problem oder ein breiter gefasstes Gesundheitsproblem hinweisen:
- 1. Lokale Reizung: Der Hund könnte versuchen, Beschwerden im Ohr durch das Lecken der Pfote zu lindern, was ein selbstberuhigendes Verhalten darstellt.
- 2. Allergien: Allergien, die sowohl die Ohren als auch die Pfoten betreffen, können zu gleichzeitigem Kratzen und Lecken führen.
- 3. Sekundärinfektion: Übermäßiges Kratzen kann zu sekundären bakteriellen oder Hefeinfektionen führen, wodurch der Hund dazu angeregt wird, die betroffenen Bereiche abzulecken.
- 4. Verhaltensprobleme: Angst oder Langeweile können sich in repetitiven Verhaltensweisen wie Kratzen und Lecken manifestieren.
Die Bewältigung dieses Verhaltens erfordert einen vielschichtigen Ansatz, einschließlich einer tierärztlichen Untersuchung, der Behandlung der zugrunde liegenden Probleme sowie der Bereitstellung mentaler und körperlicher Stimulation, um Angst oder Langeweile zu reduzieren.
Mein Hund kratzt sich am Ohr und jammert: Warum?
Wenn sich ein Hund am Ohr kratzt und dabei jammert, kann dies auf verstärkte Beschwerden oder Schmerzen hinweisen:
- 1. Ohrenschmerzen: Das Kratzen kann ein Versuch sein, Schmerzen im Ohr zu lindern, und das Jammern ist ein vokaler Ausdruck von Not.
- 2. Infektion: Ohrentzündungen können erhebliche Beschwerden verursachen, die sowohl zu Kratzen als auch zu Jammern führen.
- 3. Fremdkörper: Ein festsitzender Fremdkörper im Ohr kann Schmerzen verursachen, woraufhin der Hund jammert, während er versucht, die Beschwerden zu lindern.
Sofortige tierärztliche Aufmerksamkeit ist unerlässlich, wenn ein Hund sich am Ohr kratzt und jammert. Eine gründliche Untersuchung kann die Ursache bestimmen, und eine angemessene Behandlung kann umgehend eingeleitet werden.
Fazit:

Das Kratzen am Ohr beim Hund ist ein häufiges Verhalten, das sorgfältige Aufmerksamkeit seitens der Tierbesitzer erfordert. Das Verständnis der zugrunde liegenden Ursachen, das Erkennen von Anzeichen für Beschwerden und das rechtzeitige Aufsuchen tierärztlicher Hilfe sind wesentliche Schritte, um die Gesundheit der Ohren Ihres Hundes zu gewährleisten. Indem Sie die Ursachen angehen, vorbeugende Maßnahmen ergreifen und eine angemessene Pflege bieten, können Sie zum allgemeinen Wohlbefinden und Glück Ihres Hundes beitragen.
Über den Autor
Isabella Miao, DVM
Tierarzt
Dr. Isabella Miao ist eine mitfühlende und engagierte Tierärztin mit über 10 Jahren Erfahrung in der außergewöhnlichen Versorgung von Haustieren aller Art. Dr. Miao ist auf Präventivmedizin und Notfallversorgung spezialisiert und setzt sich leidenschaftlich für die Förderung der allgemeinen Gesundheit und des Wohlbefindens von Tieren ein. Ihr umfangreiches Wissen, kombiniert mit ihrer einfühlsamen Herangehensweise, hat ihr das Vertrauen und die Bewunderung von Tierhaltern und Kollegen gleichermaßen eingebracht.
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