Exokrine Pankreasinsuffizienz bei Hunden

Die exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) ist eine schwerwiegende Erkrankung, die die Fähigkeit eines Hundes beeinträchtigt, Nährstoffe aus der Nahrung zu verdauen und aufzunehmen. Dieser Zustand, der auf einen Mangel an Verdauungsenzymen zurückzuführen ist, die von der Bauchspeicheldrüse produziert werden, kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen, wenn er nicht richtig behandelt wird. In diesem Artikel werden wir EPI bei Hunden im Detail untersuchen, einschließlich ihrer Ursachen, Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und des Ernährungsmanagements sowie der Lebenserwartung von Hunden, bei denen diese Erkrankung diagnostiziert wurde.
Exokrine Pankreasinsuffizienz bei Hunden
EPI ist eine Erkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Verdauungsenzyme produziert, die für die richtige Verdauung der Nahrung notwendig sind. Zu diesen Enzymen gehören Lipase (für die Fettverdauung), Amylase (für die Kohlenhydratverdauung) und Protease (für die Proteinverdauung). Ohne diese Enzyme können Hunde Nährstoffe nicht richtig abbauen und aufnehmen, was zu Mangelernährung und einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen führt.
Diagnose:
Die exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) wird durch Bluttests diagnostiziert, bei denen die Trypsin-ähnliche Immunreaktivität (TLI) gemessen wird, durch fäkale Elastase-Tests und manchmal durch bildgebende Untersuchungen zur Beurteilung der Struktur und Funktion der Bauchspeicheldrüse. Ein niedriger TLI-Spiegel ist ein Hinweis auf EPI.
Exokrine Pankreasinsuffizienz Lebenserwartung
Die Lebenserwartung eines Hundes mit EPI kann stark variieren, abhängig von der Schwere der Erkrankung, dem allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes und wie gut die Erkrankung behandelt wird. Mit der richtigen Behandlung und dem richtigen Ernährungsmanagement können viele Hunde mit EPI ein normales, gesundes Leben führen. Eine frühzeitige Diagnose und eine konsequente Behandlung sind entscheidend, um die Prognose und Lebensqualität der betroffenen Hunde zu verbessern.
EPI bei Hunden: Symptome
Die Symptome von EPI bei Hunden können sehr ausgeprägt sein und Folgendes umfassen:
1. Gewichtsverlust:
Trotz eines normalen oder gesteigerten Appetits verlieren Hunde mit EPI aufgrund von Malabsorption von Nährstoffen oft an Gewicht.
2. Durchfall:
Häufiger, lockerer und übelriechender Stuhl ist bei Hunden mit EPI häufig.
3. Gesteigerter Appetit:
Hunde mit EPI sind oft sehr hungrig und fressen möglicherweise unersättlich, da sie Nährstoffe nicht richtig aufnehmen können.
4. Steatorrhoe:
Der Stuhl kann fettig oder ölig erscheinen, was auf unverdautes Fett hinweist.
5. Blähungen:
Übermäßiges Gas kann ein Symptom für eine fehlerhafte Verdauung sein.
6. Schlechter Zustand des Fells:
Die Unfähigkeit, Nährstoffe aufzunehmen, kann zu einem stumpfen, trockenen Fell und Hautproblemen führen.
7. Lethargie:
Ein Mangel an richtiger Ernährung kann zu Müdigkeit und vermindertem Energieniveau führen.
8. Koprophagie:
Hunde mit EPI können ihren eigenen Kot oder andere Non-Food-Artikel fressen, um an Nährstoffe zu gelangen.
Ursachen der exokrinen Pankreasinsuffizienz
EPI kann durch mehrere zugrunde liegende Probleme verursacht werden, darunter:
1. Pankreas-Azinusatrophie (PAA):
Dies ist die häufigste Ursache für EPI bei Hunden, insbesondere bei bestimmten Rassen. PAA ist eine fortschreitende Erkrankung, bei der die enzymproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse allmählich degenerieren.
2. Chronische Pankreatitis:
Wiederholte Entzündungsschübe der Bauchspeicheldrüse können die enzymproduzierenden Zellen schädigen und zu EPI führen.
3. Genetische Faktoren:
Einige Rassen sind genetisch für EPI prädisponiert, darunter Deutsche Schäferhunde und Rough Collies.
4. Pankreashypoplasie:
Dabei handelt es sich um eine angeborene Erkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse unterentwickelt ist und nicht in der Lage ist, ausreichend Enzyme zu produzieren.
EPI bei Hunden: Behandlung
Obwohl EPI eine lebenslange Erkrankung ist, kann sie mit der richtigen Behandlung, die in der Regel Folgendes umfasst, effektiv behandelt werden:
1. Enzymersatz-Therapie:
Der Eckpfeiler der EPI-Behandlung ist die Verabreichung von Pankreasenzympräparaten zu jeder Mahlzeit. Diese Nahrungsergänzungsmittel liefern die notwendigen Enzyme für eine gute Verdauung.
2. Ernährungsmanagement:
Die Fütterung einer hochverdaulichen, ballaststoffarmen Ernährung trägt dazu bei, dass die Nährstoffe in der Nahrung leichter aufgenommen werden. Einige Hunde können auch von einer fettarmen Ernährung profitieren.
→Fettarmes Hundefutter bei Pankreatitis
3. Antibiotika:
In einigen Fällen kann es aufgrund unverdauter Nahrung zu einer sekundären bakteriellen Überwucherung im Darm kommen. Antibiotika können verschrieben werden, um dieses Problem zu lösen.
4. Vitaminpräparate:
Hunde mit EPI benötigen oft eine Supplementierung mit fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K) und Vitamin B12 (Cobalamin), die aufgrund der Erkrankung schlecht absorbiert werden.
Was ist das beste Futter, um einen Hund mit EPI zu füttern?
Das beste Futter für einen Hund mit EPI ist eines, das leicht verdaulich und ernährungsphysiologisch ausgewogen ist. Zu den wichtigsten Überlegungen gehören:
1. Hochverdauliche Proteine:
Futter mit hochwertigen tierischen Proteinen ist für Hunde leichter verdaulich und verdaulich.
2. Wenig bis mäßiges Fett:
Während etwas Fett notwendig ist, kann zu viel für Hunde mit EPI schwer zu verdauen sein. Oft wird eine Ernährung mit moderatem Fettgehalt empfohlen.
3. Wenig Ballaststoffe:
Eine ballaststoffreiche Ernährung kann die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigen, daher sind ballaststoffarme Optionen vorzuziehen.
4. Getreidefreie Optionen:
Einige Hunde mit EPI kommen mit getreidefreier Ernährung besser zurecht, obwohl dies nicht überall notwendig ist.
Kommerzielle Diäten, die speziell für Hunde mit Verdauungsproblemen entwickelt wurden, wie z. B. verschreibungspflichtige Magen-Darm-Diäten, werden oft empfohlen. Selbstgemachte Diäten können ebenfalls eine Option sein, sollten aber unter Anleitung eines tierärztlichen Ernährungsberaters formuliert werden, um sicherzustellen, dass sie alle Ernährungsbedürfnisse erfüllen.
Welche Lebensmittel verschlimmern EPI?
Bestimmte Lebensmittel können die EPI-Symptome verschlimmern und sollten vermieden werden:
1. Fettreiche Lebensmittel:
Lebensmittel mit hohem Fettgehalt können für Hunde mit EPI schwer verdaulich sein und die Symptome verschlimmern.
2. Ballaststoffreiche Lebensmittel:
Übermäßige Ballaststoffe können die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen und Verdauungsprobleme verschlimmern.
3. Tischabfälle und menschliche Lebensmittel:
Diese können schwer verdaulich sein und unangemessene Mengen an Fett und Ballaststoffen enthalten.
4. Getreide:
Einige Hunde mit EPI können Schwierigkeiten bei der Verdauung von Getreide haben, was zu verstärkten Symptomen führt.
Sind Hunde mit EPI immer hungrig?
Hunde mit EPI zeigen oft einen gesteigerten Appetit und scheinen ständig hungrig zu sein. Dies liegt daran, dass ihr Körper die Nährstoffe aus der Nahrung nicht richtig aufnimmt, was trotz ausreichender Nahrungsaufnahme zu einem Zustand der Mangelernährung führt. Eine Enzymersatztherapie und ein richtiges Ernährungsmanagement helfen in der Regel, dieses Symptom zu lindern, indem sie die Nährstoffaufnahme verbessern.
Schlussfolgerung
Die exokrine Pankreasinsuffizienz bei Hunden ist eine kontrollierbare Erkrankung, die eine lebenslange Behandlung und ein sorgfältiges Ernährungsmanagement erfordert. Das Verständnis der Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten ist für Tierbesitzer von entscheidender Bedeutung, um ihren betroffenen Hunden die beste Versorgung zu bieten. Mit der richtigen Enzymersatztherapie, einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger tierärztlicher Versorgung können viele Hunde mit EPI ein gesundes und erfülltes Leben führen. Indem sie informiert und proaktiv bleiben, können Tierbesitzer sicherstellen, dass ihre Hunde die notwendige Unterstützung erhalten, um trotz dieser schwierigen Bedingungen erfolgreich zu sein.

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