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Juckende Pfoten beim Hund: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung
Juckende Pfoten sind ein häufiges Anliegen bei Hundebesitzern. Für Ihren Hund können juckende Pfoten sehr belastend sein. Während gelegentliches Kratzen an den Pfoten normal ist, könnte anhaltender Juckreiz ein Zeichen für ein zugrunde liegendes Problem sein, das Aufmerksamkeit erfordert.
Von Dr. Isabella Miao
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Wenn Sie schon einmal bemerkt haben, dass Ihr pelziger Freund unermüdlich an seinen Pfoten kratzt, sind Sie nicht allein. Juckende Pfoten sind ein häufiges Anliegen bei Hundebesitzern. Für Ihren Hund können juckende Pfoten sehr belastend sein. Während gelegentliches Kratzen normal ist, könnte anhaltender Juckreiz ein Zeichen für ein zugrunde liegendes Problem sein, das Aufmerksamkeit erfordert. Dies kann durch verschiedene Dinge verursacht werden, wie Allergien, Parasiten, Infektionen oder trockene Haut. In diesem Artikel gehen wir auf die möglichen Ursachen von juckenden Pfoten bei Hunden ein, untersuchen wirksame Behandlungsmöglichkeiten und besprechen Präventionsmaßnahmen, um die Pfoten Ihres vierbeinigen Begleiters komfortabel und gesund zu halten.
Häufige Ursachen für juckende Pfoten bei Hunden
1. Allergien
Genau wie Menschen können Hunde unter verschiedenen Allergien leiden, einschließlich Futtermittelallergien, Umweltallergien (wie Pollen, Hausstaubmilben oder Gras) und Kontaktallergien (wie bestimmte Reinigungsprodukte oder Materialien). Juckende Pfoten sind ein häufiges Symptom allergischer Reaktionen, oft begleitet von Rötungen und Entzündungen.
2. Hefeinfektionen
Juckende Hundepfoten können ein Symptom einer Hefeinfektion bei Hunden sein, einem Zustand, der als „Malassezia-Dermatitis“ oder „Hefedermatitis“ bekannt ist. Hefeorganismen sind natürlich auf der Haut eines Hundes vorhanden, aber ein Überwuchs kann zu Hautproblemen führen, insbesondere in der warmen und feuchten Umgebung zwischen den Pfotenballen, was Juckreiz und einen üblen Geruch verursachen kann. Hunde mit Schlappohren und solche, die viel Zeit im Wasser verbringen, sind besonders anfällig für Hefeinfektionen.
Symptome von Hefeinfektionen bei Hunden:
Hefeinfektionen können sich auf verschiedene Weise manifestieren, aber häufige Symptome sind:
- Juckreiz: Hunde mit Hefeinfektionen zeigen oft intensiven Juckreiz, Lecken und Kauen an betroffenen Stellen, wie ihren Pfoten.
- Rötung: Die betroffene Haut kann rot, entzündet und gereizt erscheinen.
- Geruch: Ein deutlicher muffiger oder hefiger Geruch kann vorhanden sein, insbesondere in Bereichen, in denen sich Hefe vermehrt hat.
- Ausfluss: In einigen Fällen kann es einen fettigen oder öligen Ausfluss auf der Haut geben.

3. Bakterielle Infektionen
Pyodermie wird verwendet, um eine bakterielle Hautinfektion bei Hunden zu beschreiben. Sie kann tatsächlich neben anderen Symptomen zu Juckreiz führen. Pyodermie kann in zwei Haupttypen eingeteilt werden: oberflächliche Pyodermie und tiefe Pyodermie.
Oberflächliche Pyodermie wird häufig durch Bakterien wie Staphylococcus spp. verursacht. Oberflächliche Pyodermie ist oft gekennzeichnet durch Pusteln (kleine, erhabene, eitergefüllte Knötchen), Rötungen, Juckreiz und manchmal Haarausfall. Oberflächliche Pyodermie wird häufig durch Bakterien wie Staphylococcus spp. verursacht. Tiefe Pyodermie beinhaltet Infektionen, die über die Oberflächenschichten der Haut hinausgehen und tieferes Gewebe betreffen. Dieser Typ ist im Allgemeinen schwerwiegender und kann zu größeren, schmerzhaften Läsionen führen, die oft als „Furunkel“ oder „Geschwüre“ bezeichnet werden. Tiefe Pyodermie kann durch aggressivere Bakterien verursacht werden und erfordert möglicherweise eine intensivere Behandlung.
4. Parasiten
Externe Parasiten wie Flöhe, Zecken und Milben können sich in den Pfoten Ihres Hundes niederlassen und starken Juckreiz sowie Unbehagen verursachen. Schon ein einziger Flohbiss kann bei empfindlichen Hunden zu starkem Juckreiz führen.
Juckende Pfoten sind ein häufiges Anzeichen für parasitäre Infektionen, aber andere Symptome können Folgendes umfassen:
- Rötungen
- Schwellungen
- Haarausfall
- das Vorhandensein sichtbarer Parasiten

5. Trockene Haut
Genau wie Menschen können Hunde unter trockener Haut leiden, insbesondere in trockenen Klimazonen oder während der Wintermonate. Dies kann zu Rissen, Schuppenbildung und Juckreiz im Pfotenbereich führen. Es gibt mehrere Faktoren, die zu trockener Haut bei Hunden beitragen können, darunter:
- Wetterbedingungen: Kaltes, trockenes Wetter kann der Haut eines Hundes Feuchtigkeit entziehen, was zu Trockenheit und Juckreiz führt.
- Allergien: Hunde können gegen verschiedene Umweltfaktoren allergisch sein, wie Pollen, Hausstaubmilben oder bestimmte Inhaltsstoffe in ihrem Futter. Allergien können Hautreizungen und Juckreiz verursachen.
- Pflegeprodukte: Shampoos oder Pflegeprodukte, die zu aggressiv sind oder Reizstoffe enthalten, können zu trockener Haut beitragen.
- Mangel an essentiellen Fettsäuren: Essentielle Fettsäuren spielen eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung gesunder Haut und eines gesunden Fells. Ein Mangel kann zu trockener und juckender Haut führen.
- Zugrundeliegende Gesundheitszustände: Einige Gesundheitsprobleme, wie Hypothyreose oder bestimmte Infektionen, können sich als trockene Haut und Juckreiz bei Hunden manifestieren.

6. Grannen oder andere Fremdkörper
Juckende Hundepfoten können durch Grannen oder andere Fremdkörper verursacht werden. Grannen sind scharfe, widerhakige Strukturen, die in verschiedenen Grasarten vorkommen, und sie können leicht in den Pfoten, Ohren oder anderen Körperteilen eines Hundes stecken bleiben. Diese Grannen können Reizungen, Entzündungen und Beschwerden verursachen, was zu Juckreiz und sogar zu Infektionen führt, wenn sie unbehandelt bleiben.
Um zukünftiges Auftreten zu verhindern, können Sie erwägen, das Fell um die Pfoten Ihres Hundes herum zu trimmen, um die Wahrscheinlichkeit zu minimieren, dass Grannen hängen bleiben. Vermeiden Sie es außerdem, mit Ihrem Hund in Gebieten mit langem, überwuchertem Gras spazieren zu gehen, insbesondere während bestimmter Jahreszeiten, in denen Grannen häufiger vorkommen.

Verwandt: Grassamen in Pfote, Nase und Ohr beim Hund
7. Autoimmunerkrankungen
Juckende Hundepfoten können ein Symptom für verschiedene zugrunde liegende Probleme sein, einschließlich Autoimmunerkrankungen. Autoimmunerkrankungen treten auf, wenn das Immunsystem fälschlicherweise die eigenen Zellen, Gewebe oder Organe des Körpers angreift.
Autoimmunerkrankungen, die zu juckenden Pfoten bei Hunden führen können, umfassen:
- Atopische Dermatitis: Dies ist eine häufige allergische Hauterkrankung, die eine autoimmune Komponente haben kann. Sie wird oft durch Allergene in der Umwelt ausgelöst und kann zu intensivem Juckreiz und Entzündungen führen, insbesondere an den Pfoten.
- Pemphigus: Dies ist eine Gruppe von Autoimmunerkrankungen, die die Haut und Schleimhäute betreffen. Pemphigus kann Blasen, Wunden und starken Juckreiz an den Pfoten und anderen Bereichen verursachen.
- Systemischer Lupus erythematodes (SLE): SLE ist eine systemische Autoimmunerkrankung, die verschiedene Teile des Körpers betreffen kann, einschließlich der Haut. Sie kann zu Hautläsionen und Entzündungen führen, die Juckreiz verursachen.
- Discoider Lupus erythematodes (DLE): DLE ist eine Form von Lupus, die hauptsächlich die Haut betrifft. Sie kann zu Hautläsionen, Wunden und schuppigen Flecken führen, einschließlich an den Pfoten.
- Immunvermittelte Polyarthritis: Dies ist eine Autoimmunerkrankung, die die Gelenke betrifft. Während die primären Symptome Gelenkschmerzen und Steifheit sind, können einige Hunde aufgrund von Entzündungen auch Pfotenbeschwerden und Juckreiz erfahren.
8. Milben
Juckende Hundepfoten können tatsächlich durch Milben verursacht werden. Milben sind winzige Arthropoden, die die Haut und das Fell eines Hundes befallen können und zu verschiedenen Hautproblemen führen, einschließlich Juckreiz, Reizungen und Entzündungen. Zu den Milben, die häufig Hunde betreffen, gehören Sarcoptes-Milben (Sarcoptes scabiei), Demodex-Milben und Cheyletiella-Milben.
9. Stress oder Angst
Hunde lecken oder kauen möglicherweise übermäßig an ihren Pfoten als Selbstberuhigungsmechanismus, wenn sie gestresst oder ängstlich sind. Dieses ständige Lecken und Kauen kann zu Reizungen, Entzündungen und Juckreiz führen. Stress und Angst können das Immunsystem eines Hundes schwächen und ihn anfälliger für Allergien und Hautprobleme machen. Allergien, sowohl umweltbedingte als auch lebensmittelbedingte, können juckende Haut verursachen.
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Wie behandelt man juckende Hundepfoten?
Bevor Sie eine Behandlung versuchen, ist es wichtig, einen Tierarzt zu konsultieren, um die zugrunde liegende Ursache des Juckreizes festzustellen. Hier sind einige allgemeine Schritte, die Sie unternehmen können, um die juckenden Pfoten Ihres Hundes zu lindern:
1. Medikamente
Je nach zugrunde liegender Ursache könnte Ihr Tierarzt Antihistaminika, Antibiotika oder entzündungshemmende Medikamente verschreiben, um den Juckreiz zu lindern und eventuelle Infektionen zu behandeln.
Wenn es um Antihistaminika für Hunde geht, gehören zu den häufig verwendeten Optionen: Diphenhydramin (Benadryl), Cetirizin (Zyrtec), Loratadin (Claritin), Fexofenadin (Allegra) und Chlorpheniraminmaleat (Puainta).
2. Topische Behandlungen
Wenn Allergien oder trockene Haut die Schuldigen sind, könnte Ihr Tierarzt topische Behandlungen wie medizinische Shampoos, Sprays oder Cremes empfehlen, um die Pfoten zu beruhigen. Topische Behandlungen mit medizinischen Shampoos, Sprays und Salben enthalten natürliche Wirkstoffe: Aloe Vera, Haferflocken, Kokosöl und Kamille.
Aloe-Vera-Gel: Aloe Vera kann eine kühlende Linderung für gereizte Haut bieten. Stellen Sie sicher, dass das von Ihnen verwendete Gel rein ist und keine Zusätze enthält, die für Hunde schädlich sein könnten.
Haferflockenbäder: Haferflocken haben beruhigende Eigenschaften, die helfen können, juckende Haut zu lindern. Sie finden Shampoos auf Haferflockenbasis oder können sogar eine hausgemachte Haferflockenpaste herstellen, um sie auf die Pfoten Ihres Hundes aufzutragen.
Kokosöl: Kokosöl hat feuchtigkeitsspendende und entzündungshemmende Eigenschaften, die helfen können, Juckreiz zu lindern. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund nicht allergisch gegen Kokos ist, bevor Sie diese Behandlung anwenden.
Kamillentee-Bad: Kamille hat entzündungshemmende und beruhigende Wirkungen. Sie können Kamillentee zubereiten, abkühlen lassen und dann die Pfoten Ihres Hundes darin baden.
3. Parasitenkontrolle
Regelmäßige Maßnahmen zur Parasitenprävention, wie Floh- und Zeckenschutz, sind entscheidend, um Befälle zu verhindern, die zu Pfotenjuckreiz führen können.
Entwurmung
- Pyrantelpamoat: Dies wird häufig zur Behandlung von Spulwürmern und Hakenwürmern bei Haustieren verwendet.
- Albendazol: Es ist wirksam gegen eine Vielzahl von Darmparasiten, einschließlich Spulwürmer, Hakenwürmer, Peitschenwürmer und bestimmte Arten von Bandwürmern.
- Praziquantel: Dies wird oft speziell zur Bekämpfung von Bandwürmern verwendet.
- Milbemycinoxim: Es wird zur Behandlung von Herzwürmern und einigen Darmparasiten verwendet.
- Ivermectin: Es ist wirksam gegen ein breites Spektrum von Parasiten, einschließlich Herzwürmern, bestimmten Arten von Räudemilben und mehr. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass einige Hunderassen empfindlich auf Ivermectin reagieren, daher sollte es mit Vorsicht und unter tierärztlicher Anleitung verwendet werden.
Floh- und Zeckenschutz
- Fipronil: Dies ist ein häufig verwendetes Insektizid, das erwachsene Flöhe und Zecken bekämpft.
- Imidacloprid: Es wird verwendet, um das Nervensystem von Flöhen zu stören, und wird oft mit anderen Inhaltsstoffen kombiniert, um einen breiteren Schutz zu bieten.
- Abamectin B1: Obwohl es hauptsächlich zur Vorbeugung von Herzwürmern verwendet wird, hat es auch eine Wirkung gegen Flöhe und einige Zecken.
- Fluralaner: Dies wird zur Bekämpfung von Flöhen und Zecken verwendet. Es ist häufig in oralen Kautabletten enthalten, die einen lang anhaltenden Schutz bieten.
- Permethrin: Es ist ein Insektizid, das oft in Produkten für Hunde verwendet wird, aber für Katzen giftig ist, daher ist Vorsicht in Haushalten mit beiden Arten geboten.
4. Ernährungsumstellung
Bei Futtermittelallergien könnte Ihr Tierarzt vorschlagen, auf eine hypoallergene Diät umzusteigen, um allergische Reaktionen zu lindern. Wenn die Wurzel des Problems Ihres Hundes Allergien oder entzündete Haut durch eine Infektion sind, könnten Omega-3-Fettsäure-Ergänzungen für Hunde eine weitere großartige Option sein. Omega-3-Fettsäuren haben erstaunliche entzündungshemmende Vorteile und helfen auch, gesunde Haut und Fell zu fördern.
Hunde mit juckenden Pfoten, wann sollten Sie den Tierarzt kontaktieren?
Hier ist, wann Sie in Betracht ziehen sollten, einen Tierarzt zu kontaktieren:
- Anhaltender Juckreiz: Wenn das Pfotenjucken Ihres Hundes über einen längeren Zeitraum anhält, ist dies ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Wenn er ständig an seinen Pfoten kratzt, beißt oder leckt, ist es Zeit, einen Tierarzt zu konsultieren.
- Offene Wunden oder Blasen: Wenn das Jucken Ihres Hundes zu offenen Wunden, Blasen oder nässenden Wunden an seinen Pfoten geführt hat, ist ein professionelles Eingreifen erforderlich, um Infektionen zu verhindern und die Heilung zu fördern.
- Verhaltensänderung: Wenn sich das Verhalten Ihres Hundes ändert, z. B. wenn er lethargisch wird, nicht frisst oder aufgrund von Pfotenbeschwerden gereizter erscheint, ist dies ein Zeichen dafür, dass eine tierärztliche Untersuchung notwendig ist.
- Anhaltender Geruch: Übel riechende Pfoten könnten auf eine Infektion oder ein Pilzproblem hinweisen, das ärztliche Aufmerksamkeit erfordert.
- Fremdkörper: Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund auf etwas getreten ist, das Beschwerden verursacht, oder wenn Sie einen Fremdkörper in seiner Pfote bemerken, suchen Sie tierärztliche Hilfe auf, um ihn sicher zu entfernen.
- Allergische Reaktionen: Allergien, ob lebensmittelbedingt oder umweltbedingt, können Juckreiz verursachen. Wenn Sie vermuten, dass Allergien die Ursache sind, kann ein Tierarzt helfen, Auslöser zu identifizieren und eine angemessene Behandlung zu empfehlen.
Fazit
Juckende Pfoten können das Wohlbefinden und den Komfort Ihres Hundes erheblich beeinträchtigen. Das Verständnis der potenziellen Ursachen von Pfotenjuckreiz, die rechtzeitige Suche nach tierärztlicher Versorgung und die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen können einen großen Beitrag dazu leisten, dass die Pfoten Ihres pelzigen Freundes gesund und juckfrei bleiben. Denken Sie daran, ein glücklicher Hund mit komfortablen Pfoten ist auch ein glücklicherer Begleiter für Sie.
Über den Autor
Isabella Miao, DVM
Tierarzt
Dr. Isabella Miao ist eine mitfühlende und engagierte Tierärztin mit über 10 Jahren Erfahrung in der außergewöhnlichen Versorgung von Haustieren aller Art. Dr. Miao ist auf Präventivmedizin und Notfallversorgung spezialisiert und setzt sich leidenschaftlich für die Förderung der allgemeinen Gesundheit und des Wohlbefindens von Tieren ein. Ihr umfangreiches Wissen, kombiniert mit ihrer einfühlsamen Herangehensweise, hat ihr das Vertrauen und die Bewunderung von Tierhaltern und Kollegen gleichermaßen eingebracht.
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