Geschwollene Lymphdrüsen bei Hunden

Geschwollene Lymphdrüsen, auch bekannt als Lymphadenopathie, können bei Hunden häufig auftreten. Lymphdrüsen oder Lymphknoten spielen eine entscheidende Rolle für das Immunsystem eines Hundes, indem sie helfen, Infektionen zu bekämpfen und Schadstoffe aus dem Körper zu filtern.
Was sind Lymphdrüsen?
Lymphdrüsen sind kleine, bohnenförmige Strukturen, die Teil des Lymphsystems sind. Dieses System ist ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems und hilft auf folgende Weise:
- Filtrierung: Lymphknoten filtern Schadstoffe wie Bakterien, Viren und Krebszellen.
- Immunantwort: Sie produzieren Lymphozyten (eine Art weißer Blutkörperchen), die bei der Bekämpfung von Infektionen helfen.
- Flüssiger Haushalt: Sie helfen, das Flüssigkeitsgleichgewicht im Körper aufrechtzuerhalten, indem sie überschüssige Lymphflüssigkeit in den Blutkreislauf zurückführen.
Lymphknoten befinden sich im gesamten Körper eines Hundes, wobei sich Schlüsselcluster im Nacken, in den Achselhöhlen, in der Brust, im Bauch und hinter den Knien befinden.
Ursachen für geschwollene Lymphdrüsen bei Hunden
Mehrere Faktoren können dazu führen, dass die Lymphknoten bei Hunden anschwellen. Einige der häufigsten Ursachen sind:
1. Infektionen
Infektionen sind eine der häufigsten Ursachen für geschwollene Lymphdrüsen. Dabei kann es sich um bakterielle, virale, Pilz- oder parasitäre Infektionen handeln. Beispiele hierfür sind:
- Bakterielle Infektionen: Wie Abszesse, Zahninfektionen oder Hautinfektionen.
- Virusinfektionen: Wie Hundestaupe oder Parvovirose.
- Pilzinfektionen: Wie Blastomykose oder Histoplasmose.
- Parasitäre Infektionen:Mögen Herzwurm oder Lyme-Borreliose.
2. Immunvermittelte Erkrankungen
Auch Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift, können eine Lymphadenopathie verursachen. Beispiele dafür sind Erkrankungen wie die immunvermittelte hämolytische Anämie (IMHA) oder die immunvermittelte Thrombozytopenie (IMTP).
3. Krebs
Krebs ist eine weitere wichtige Ursache für geschwollene Lymphknoten. Lymphome, eine Krebsart, die das Lymphsystem betrifft, treten häufig mit geschwollenen Lymphdrüsen auf. Andere Krebsarten, wie z. B. metastasierende Krebsarten, die sich auf die Lymphknoten ausbreiten, können ebenfalls Schwellungen verursachen.
4. Entzündliche Zustände
Entzündliche Erkrankungen wie Allergien oder Entzündliche Darmerkrankung (CED), kann zu geschwollenen Lymphknoten führen. Chronische Entzündungen können das Lymphsystem stimulieren, wodurch sich die Drüsen vergrößern.
5. Reaktion auf Medikamente oder Impfstoffe
In einigen Fällen können Hunde auf bestimmte Medikamente oder Impfstoffe reagieren, was zu einer vorübergehenden Schwellung der Lymphknoten führt.
6. Andere Ursachen
Andere weniger häufige Ursachen für Lymphadenopathie bei Hunden sind:
- Trauma: Verletzung der Lymphknoten oder des umgebenden Gewebes.
- Fremdkörper: Wie z. B. ein Splitter oder Dorn, der eine lokalisierte Infektion verursacht.
- Genetische Veranlagungen: Bestimmte Rassen können anfälliger für die Entwicklung von Lymphknotenerkrankungen sein, wie z. B. Boxer, Bulldoggen und Golden Retriever
Symptome von geschwollenen Lymphdrüsen bei Hunden
Die Symptome geschwollener Lymphdrüsen können je nach zugrunde liegender Ursache und Schwere der Erkrankung variieren. Häufige Anzeichen sind:
1. Sichtbare Schwellung
Schwellungen machen sich oft in den Bereichen bemerkbar, in denen sich die Lymphknoten befinden, wie z. B. am Hals, in den Achselhöhlen oder hinter den Knien. Die Schwellung kann von leicht bis stark reichen.
2. Schmerzen oder Beschwerden
Bei einigen Hunden kann es zu Schmerzen oder Beschwerden in den betroffenen Bereichen kommen. Sie können berührungsempfindlich sein oder Anzeichen von Unwohlsein zeigen, wenn sie sich bewegen.
3. Lethargie
Hunde mit geschwollenen Lymphknoten können lethargisch oder weniger aktiv als gewöhnlich erscheinen. Dies kann ein Zeichen für eine zugrunde liegende Infektion oder eine systemische Erkrankung sein.
4. Fieber
Fieber ist ein häufiges Symptom im Zusammenhang mit Infektionen, die eine Lymphadenopathie verursachen. Es zeigt an, dass der Körper eine Infektion bekämpft.
5. Appetitlosigkeit
Ein verminderter Appetit oder eine Verweigerung des Fressens können ein Symptom für geschwollene Lymphdrüsen sein, insbesondere wenn die zugrunde liegende Ursache eine systemische Erkrankung ist.
6. Atemwegssymptome
In Fällen, in denen die Lymphknoten in der Brust betroffen sind, können Hunde Atemwegssymptome wie Husten, Atembeschwerden oder Keuchen aufweisen.
Diagnose von geschwollenen Lymphdrüsen bei Hunden
Die Diagnose der Ursache geschwollener Lymphdrüsen umfasst eine Kombination aus körperlicher Untersuchung, diagnostischen Tests und manchmal bildgebenden Untersuchungen. Die Schritte umfassen in der Regel:
1. Ärztliche Untersuchung
Der Tierarzt führt eine gründliche körperliche Untersuchung durch und tastet die Lymphknoten ab, um ihre Größe, Konsistenz und Empfindlichkeit zu beurteilen. Sie werden auch nach anderen Krankheitszeichen suchen.
2. Blutuntersuchungen
Bluttests, einschließlich eines vollständigen Blutbildes (CBC) und eines biochemischen Panels, können wertvolle Informationen über den allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes liefern und helfen, Infektionen, Entzündungen oder andere Anomalien zu identifizieren.
3. Feinnadelaspiration (FNA)
Bei der FNA wird mit einer dünnen Nadel eine Zellprobe aus dem geschwollenen Lymphknoten entnommen. Diese Probe wird dann unter einem Mikroskop untersucht, um nach Anzeichen von Infektionen, Krebs oder anderen Erkrankungen zu suchen.
4. Biopsie
In einigen Fällen kann eine Biopsie notwendig sein. Dabei wird ein kleines Stück des Lymphknotens für eine genauere Untersuchung operativ entfernt.
5. Bildgebende Untersuchungen
Röntgen-, Ultraschall- oder CT-Scans können verwendet werden, um die Größe und Lage der geschwollenen Lymphknoten zu beurteilen und nach zugrunde liegenden Problemen in den umliegenden Geweben oder Organen zu suchen.
Behandlung von geschwollenen Lymphdrüsen bei Hunden
Die Behandlung von geschwollenen Lymphdrüsen hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Das Hauptziel besteht darin, die Ursache der Schwellung zu beheben, was die folgenden Ansätze umfassen kann:
1. Antibiotika
Ist die Schwellung auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen, werden häufig Antibiotika verschrieben, um die Infektion zu beseitigen und die Schwellung zu reduzieren.
2. Antivirale oder antimykotische Medikamente
Bei Virus- oder Pilzinfektionen können spezifische antivirale oder antimykotische Medikamente erforderlich sein.
3. Entzündungshemmende Medikamente
Bei Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen können entzündungshemmende Medikamente oder Kortikosteroide eingesetzt werden, um Schwellungen zu reduzieren und die Symptome zu behandeln.
4. Chemotherapie oder Strahlentherapie
Bei Lymphadenopathie, die durch Krebs wie Lymphome verursacht wird, kann eine Chemotherapie oder Strahlentherapie als Teil des Behandlungsplans empfohlen werden.
5. Unterstützende Pflege
Unterstützende Pflege, einschließlich Schmerzbehandlung, Flüssigkeitstherapie und Ernährungsunterstützung, kann notwendig sein, um dem Hund zu helfen, sich zu erholen und die allgemeine Gesundheit zu erhalten.
6. Chirurgie
In einigen Fällen kann eine chirurgische Entfernung der betroffenen Lymphknoten erforderlich sein, insbesondere wenn sie erhebliche Beschwerden verursachen oder wenn der Verdacht auf Krebs besteht.
Vorbeugung von geschwollenen Lymphdrüsen bei Hunden
Auch wenn es nicht möglich ist, alle Fälle von geschwollenen Lymphdrüsen zu verhindern, gibt es Maßnahmen, die Tierbesitzer ergreifen können, um das Risiko zu verringern:
- Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können dazu beitragen, gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen und ein rechtzeitiges Eingreifen zu gewährleisten.
- Impfung: Wenn Sie die Impfungen Ihres Hundes auf dem neuesten Stand halten, können Sie bestimmte Infektionen verhindern, die eine Lymphadenopathie verursachen können.
- Gute Hygiene und Pflege: Eine gute Hygiene und regelmäßige Körperpflege können dazu beitragen, Hautinfektionen und andere Erkrankungen zu verhindern, die zu geschwollenen Lymphknoten führen können.
- Sofortige Behandlung von Infektionen: Eine rechtzeitige Behandlung von Infektionen kann die Ausbreitung der Infektion verhindern und das Risiko von Komplikationen verringern.
Schlussfolgerung
Geschwollene Lymphdrüsen bei Hunden können ein Zeichen für verschiedene zugrunde liegende Gesundheitsprobleme sein, die von Infektionen bis hin zu Krebs reichen. Früherkennung, genaue Diagnose und angemessene Behandlung sind entscheidend für eine effektive Behandlung dieser Erkrankung. Durch das Verständnis der Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der Lymphadenopathie können Tierhalter sicherstellen, dass ihre Hunde die bestmögliche Versorgung erhalten und ihre allgemeine Gesundheit und ihr Wohlbefinden erhalten.

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