Pflege und gesundes Leben
Wie Hunde sich mit Zwingerhusten anstecken
Hunde, oft als „bester Freund des Menschen“ bezeichnet, bringen Freude, Gesellschaft und Treue in unser Leben. Doch genau wie wir Menschen können auch unsere pelzigen Freunde manchmal krank werden. Eine häufige Hundeerkrankung, der Hundebesitzer bewusst sein sollten, ist der Zwingerhusten,
Von Dr. Isabella Miao
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Hunde, oft als „bester Freund des Menschen“ bezeichnet, bringen Freude, Gesellschaft und Loyalität in unser Leben. Doch wie auch wir Menschen können unsere pelzigen Freunde manchmal krank werden. Eine häufige Hundeerkrankung, der Hundehalter bewusst sein sollten, ist der Zwingerhusten – eine ansteckende Atemwegsinfektion, die Hunde jeden Alters und jeder Rasse betreffen kann. In diesem Artikel befassen wir uns mit den verschiedenen Aspekten des Zwingerhustens, einschließlich seiner Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung.

Was ist Zwingerhusten bei Hunden?
Zwingerhusten, medizinisch als infektiöse Tracheobronchitis bekannt, ist eine hochansteckende Atemwegsinfektion bei Hunden. Er ähnelt einer Erkältung beim Menschen und kann von einem leichten, selbstlimitierenden Zustand bis hin zu einer schwereren und potenziell komplizierten Erkrankung reichen. Zwingerhusten äußert sich typischerweise durch einen trockenen, harten Husten, der so klingen kann, als würde Ihr Hund versuchen, sich den Hals zu räuspern oder etwas aus der Luftröhre zu entfernen. Obwohl er harmlos erscheinen mag, kann dieser Zustand unbehandelt manchmal zu schwerwiegenderen Komplikationen führen.
Wie bekommen Hunde Zwingerhusten?
Zwingerhusten kann durch verschiedene Krankheitserreger allein oder in Kombination verursacht werden. Die Hauptverursacher sind:
1. Bordetella bronchiseptica:
Dieses Bakterium ist einer der häufigsten Auslöser von Zwingerhusten. Es ist hochansteckend und kann sich leicht in Umgebungen mit vielen Hunden verbreiten, wie z. B. in Tierpensionen, Hundesalons oder auf Hundewiesen.
2. Canines Parainfluenza-Virus (CPIV):
Dieses Virus ist einer der Hauptauslöser für Zwingerhusten. Hunde können sich durch Kontakt mit infizierten Hunden oder kontaminierten Oberflächen mit CPIV anstecken.
3. Canines Adenovirus Typ 2:
Ein weiteres Virus, das Zwingerhusten verursachen kann; dieses Adenovirus betrifft hauptsächlich die Atemwege eines Hundes.
4. Andere Krankheitserreger:
In einigen Fällen kann Zwingerhusten auch durch andere Atemwegserreger wie Mykoplasmen oder das canine Staupevirus verursacht werden, die seltener vorkommen, aber dennoch bedeutende Faktoren für die Erkrankung sind.
5. Stress und Umweltfaktoren:
Stress, Überbelegung und schlecht belüftete Umgebungen können das Immunsystem eines Hundes schwächen und ihn anfälliger für Zwingerhusten machen.
Wie sich Zwingerhusten verbreitet

Zwingerhusten ist hochansteckend und kann sich auf verschiedene Weise verbreiten:
1. Direkter Kontakt: Hunde, die engen Kontakt zu infizierten Hunden haben, z. B. durch Schnüffeln, Lecken oder Spielen, haben ein höheres Risiko, sich anzustecken.
2. Tröpfcheninfektion: Wenn ein infizierter Hund hustet, niest oder sogar bellt, können winzige Atemtröpfchen, die die Erreger enthalten, eine Zeit lang in der Luft verbleiben. Gesunde Hunde, die diese Tröpfchen einatmen, können sich infizieren.
3. Kontaminierte Oberflächen: Die Erreger des Zwingerhustens können auf Oberflächen wie Futter- und Wassernäpfen, Spielzeug und sogar auf dem Boden überleben. Hunde können sich infizieren, indem sie mit diesen kontaminierten Gegenständen in Kontakt kommen und sich dann Nase oder Maul lecken.
Symptome von Zwingerhusten bei einem Hund
Zwingerhusten äußert sich typischerweise durch verschiedene Symptome, darunter:
- Husten: Das auffälligste Symptom von Zwingerhusten ist ein trockener, bellender Husten. Dies kann sowohl für den Hund als auch für seinen Besitzer sehr belastend sein.
- Niesen: Infizierte Hunde können auch niesen oder Nasenausfluss zeigen.
- Müdigkeit: Hunde mit Zwingerhusten wirken möglicherweise müder oder lethargischer als sonst.
- Fressunlust: Einige Hunde mit dieser Infektion können einen verminderten Appetit haben.
- Leichtes Fieber: In einigen Fällen können Hunde leichtes Fieber haben, obwohl dies seltener vorkommt.
- Tränende Augen: Aufgrund der Infektion können wässrige oder tränende Augen auftreten.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Symptome in ihrer Schwere variieren können und denen anderer Atemwegserkrankungen wie der Hundegrippe ähneln können. Wenn Sie daher vermuten, dass Ihr Hund Zwingerhusten hat, ist es unerlässlich, einen Tierarzt aufzusuchen, um eine korrekte Diagnose und Behandlung zu erhalten.
Wie lange ist ein Hund mit Zwingerhusten ansteckend?
Hunde mit Zwingerhusten sind in der Regel etwa 2 Wochen lang ansteckend, können jedoch noch bis zu 6–14 Wochen nach der Genesung infektiöse Erreger ausscheiden. Die genaue Dauer kann je nach den beteiligten Erregern und der individuellen Immunantwort des Hundes variieren. Es ist wichtig, infizierte Hunde zu isolieren und während sowie nach ihrer Erkrankung auf gute Hygiene zu achten, um die Ausbreitung der Infektion auf andere Hunde zu verhindern.
Hundeerkältung vs. Zwingerhusten
Hundeerkältung und Zwingerhusten weisen ähnliche Atemwegssymptome auf, werden jedoch durch unterschiedliche Faktoren verursacht. Eine Hundeerkältung wird typischerweise durch Virusinfektionen wie das canine Parainfluenza-Virus oder das canine Adenovirus verursacht und kann milder sein, ähnlich einer menschlichen Erkältung. Zwingerhusten hingegen wird primär durch das Bakterium Bordetella bronchiseptica, das canine Parainfluenza-Virus und andere Erreger verursacht. Zwingerhusten führt oft zu einem trockenen, harten Husten und kann schwerwiegender und ansteckender sein, insbesondere in Umgebungen mit vielen Hunden. Während sich beide Erkrankungen meist von selbst zurückbilden, kann Zwingerhusten eine spezifische Behandlung erfordern, besonders wenn Komplikationen wie eine Lungenentzündung auftreten. Daher ist eine Rücksprache mit einem Tierarzt ratsam.
Behandlung von Zwingerhusten bei Hunden
Glücklicherweise ist Zwingerhusten in der Regel eine selbstlimitierende Erkrankung, und viele Hunde erholen sich ohne medizinischen Eingriff davon. Bei Hunden mit schwereren Symptomen oder solchen, bei denen das Risiko von Komplikationen besteht, kann jedoch eine Behandlung notwendig sein. Hier sind einige gängige Behandlungsoptionen:
- Antibiotika: Da Zwingerhusten eine bakterielle Komponente haben kann, kann Ihr Tierarzt Antibiotika verschreiben, um sekundäre bakterielle Infektionen zu behandeln oder zu verhindern.
-
Hustenstiller: Um die Beschwerden durch den anhaltenden Husten zu lindern, kann Ihr Tierarzt Hustenstiller empfehlen.
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- Ruhe und Isolation: Ruhe ist entscheidend für eine vollständige Genesung. Isolieren Sie Ihren Hund von anderen Hunden, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern, und geben Sie ihm einen ruhigen, komfortablen Platz zum Auskurieren.
- Flüssigkeitszufuhr: Ermutigen Sie Ihren Hund, viel Wasser zu trinken, um hydratisiert zu bleiben, da Husten dehydrierend wirken kann.
-
Ernährung: Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund eine ausgewogene Ernährung erhält, um sein Immunsystem während der Genesung zu unterstützen.
Empfohlene Behandlung bei hartnäckigem Zwingerhusten, Bronchitis usw.:
Vorbeugung von Zwingerhusten
Vorbeugung ist immer besser als Heilung, und es gibt mehrere Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko von Zwingerhusten zu verringern:
1. Impfung:
Es stehen Impfungen gegen einige der Erreger zur Verfügung, die Zwingerhusten verursachen, wie z. B. Bordetella und das canine Parainfluenza-Virus. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber, ob eine Impfung für Ihren Hund sinnvoll ist, insbesondere wenn er häufig Kontakt zu anderen Hunden hat.
2. Gute Hygiene:
Reinigen Sie regelmäßig den Lebensbereich Ihres Hundes, seine Futter- und Wassernäpfe sowie sein Spielzeug, um die Ansammlung von Krankheitserregern zu verhindern. Verwenden Sie ein von Ihrem Tierarzt empfohlenes Desinfektionsmittel.
3. Überfüllung vermeiden:
Begrenzen Sie die Exposition Ihres Hundes gegenüber überfüllten Orten, insbesondere während der Hauptsaison für Zwingerhusten.
4. Gut belüftete Bereiche:
Stellen Sie sicher, dass die Umgebung Ihres Hundes gut belüftet ist, um die Konzentration von Krankheitserregern in der Luft zu reduzieren.
5. Quarantäne:
Wenn Sie einen kranken Hund haben, isolieren Sie ihn von anderen Hunden, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
6. Stressmanagement:
Minimieren Sie Stress im Leben Ihres Hundes, da Stress das Immunsystem schwächen kann. Sorgen Sie für ausreichend Bewegung, geistige Anregung und Zuneigung.
7. Richtige Ernährung:
Füttern Sie Ihren Hund ausgewogen, um seine allgemeine Gesundheit zu erhalten und sein Immunsystem zu stärken.
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Verwandte Fragen:
Kann Zwingerhusten von selbst abklingen?
Ja, Zwingerhusten kann oft ohne Behandlung von selbst abklingen, insbesondere in milden Fällen. Es ist jedoch wichtig, den Zustand Ihres Hundes zu überwachen. Wenn die Symptome anhalten oder sich verschlimmern, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, um Komplikationen oder Sekundärinfektionen auszuschließen, die möglicherweise ärztliche Behandlung erfordern.
Können Hunde an Zwingerhusten sterben?
In den meisten Fällen ist Zwingerhusten eine leichte und selbstlimitierende Erkrankung, von der sich Hunde ohne Komplikationen erholen. Schwere Fälle oder Hunde mit geschwächtem Immunsystem können jedoch Komplikationen wie eine Lungenentzündung entwickeln, die unbehandelt lebensbedrohlich sein kann.
Fazit

Zwingerhusten ist eine häufige und hochansteckende Atemwegsinfektion bei Hunden, die sowohl für Haustiere als auch für ihre Besitzer Unbehagen und Belastung verursachen kann. Obwohl es sich in der Regel um eine selbstlimitierende Erkrankung handelt, ist es wichtig, sich über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten im Klaren zu sein. Durch vorbeugende Maßnahmen wie Impfungen, richtige Hygiene und Stressmanagement können Sie das Risiko verringern, dass Ihr Hund an Zwingerhusten erkrankt. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund an dieser Krankheit leidet, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, um sicherzustellen, dass er die notwendige Pflege und Unterstützung für eine schnelle Genesung erhält. Mit Wissen und verantwortungsvoller Haustierhaltung können Sie Ihren pelzigen Begleiter gesund und glücklich halten.
Über den Autor
Isabella Miao, DVM
Tierarzt
Dr. Isabella Miao ist eine mitfühlende und engagierte Tierärztin mit über 10 Jahren Erfahrung in der außergewöhnlichen Versorgung von Haustieren aller Art. Dr. Miao ist auf Präventivmedizin und Notfallversorgung spezialisiert und setzt sich leidenschaftlich für die Förderung der allgemeinen Gesundheit und des Wohlbefindens von Tieren ein. Ihr umfangreiches Wissen, kombiniert mit ihrer einfühlsamen Herangehensweise, hat ihr das Vertrauen und die Bewunderung von Tierhaltern und Kollegen gleichermaßen eingebracht.
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