Pflege und gesundes Leben
Der Leitfaden zu Impfplänen für Katzen
Entdecken Sie den essentiellen Impfplan für Katzen, um die Gesundheit Ihres Samtpfötchens zu schützen. Informieren Sie sich über wichtige Impfungen und Zeitpunkte für ein glückliches und gesundes Katzenleben.
Von Dr. Isabella Miao
6 min read
Die Impfung Ihrer Katze ist eine der wichtigsten Gesundheitsentscheidungen, die Sie als Haustierbesitzer treffen werden. Impfungen schützen Ihren pelzigen Freund vor verschiedenen Krankheiten, von denen einige lebensbedrohlich sind. Das Verständnis des Katzen-Impfplans ist entscheidend, um ein langes und gesundes Leben Ihrer Katze zu gewährleisten.
Warum ist die Katzenimpfung wichtig?
Impfungen sind unerlässlich für den Schutz der Katzengesundheit, da sie speziell entwickelt wurden, um Katzen vor einer Reihe ansteckender und oft schwerer Krankheiten zu schützen, darunter feline Leukämie, Tollwut und Katzenseuche (Panleukopenie). Diese Krankheiten können die Gesundheit einer Katze stark beeinträchtigen und sind oft nicht behandelbar, sobald sich die Katze infiziert hat. Der Tollwutimpfstoff ist besonders kritisch, da Tollwut eine Zoonose ist, was bedeutet, dass sie von Tieren auf Menschen übertragen werden kann. Durch die Impfung von Katzen gegen Tollwut wird nicht nur die Gesundheit der Katze geschützt, sondern es dient auch als vorbeugende Maßnahme gegen potenzielle Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und schützt das allgemeine Wohlbefinden.
Kernimpfungen für Katzen verstehen
Kernimpfungen sind eine Gruppe von Impfungen, die für jede Katze als unerlässlich erachtet werden, unabhängig von ihrem Lebensstil oder geografischen Standort. Diese Impfstoffe schützen vor Krankheiten wie feliner Panleukopenie (Katzenseuche), felinem Herpesvirus-1 (feline virale Rhinotracheitis) und felinem Calicivirus. Es ist entscheidend, mit diesen Impfungen bei Kätzchen zu beginnen und sie während des gesamten Lebens Ihrer Katze fortzusetzen.
Zu den Kernimpfungen für Katzen gehören typischerweise:
- Feline Panleukopenie (Katzenseuche)
- Felines Calicivirus
- Felines Herpesvirus (Feline virale Rhinotracheitis)
- Tollwut

Nicht-Kernimpfungen für Katzen
Nicht-Kernimpfungen für Katzen sind Impfungen, die nicht für jede Katze unerlässlich sind, aber je nach individuellem Lebensstil, Umgebung und spezifischen Risikofaktoren der Katze empfohlen werden können. Die Entscheidung zur Verabreichung von Nicht-Kernimpfstoffen wird in der Regel von einem Tierarzt getroffen, nachdem die spezifischen Umstände der Katze bewertet wurden. Zu den gängigen Nicht-Kernimpfungen für Katzen gehören:
- Felines Leukämievirus (FeLV): Empfohlen für Katzen, die ins Freie gehen, Katzen, die mit einer bekannten FeLV-positiven Katze zusammenleben, oder solche, die möglicherweise unbekannten Katzen ausgesetzt sind. FeLV ist eine schwere Krankheit, die zu Krebs, Anämie und einer Unterdrückung des Immunsystems führen kann.
- Felines Immundefizienzvirus (FIV): Obwohl seltener verwendet, kann dieser Impfstoff für Katzen mit hohem Expositionsrisiko in Betracht gezogen werden, wie z. B. Freigänger oder Katzen in Mehrkatzenhaushalten, in denen FIV vorhanden ist.
- Bordetella bronchiseptica: Dieser Impfstoff bietet Schutz vor einem bakteriellen Erreger, der Atemwegserkrankungen verursachen kann. Er wird häufig für Katzen empfohlen, die in Pensionen untergebracht werden, an Katzenausstellungen teilnehmen oder in Tierheimen leben.
- Chlamydophila felis: Ein Impfstoff zum Schutz vor Chlamydophila (früher bekannt als Chlamydia), die eine Art von Infektion der oberen Atemwege und Bindehautentzündung verursacht. Er wird normalerweise für Mehrkatzenhaushalte oder Zuchtkatzenheime empfohlen.
- Felines Coronavirus (FCoV): In einigen Regionen ist ein Impfstoff gegen FCoV verfügbar, das mit der felinen infektiösen Peritonitis (FIP) in Verbindung gebracht wird. Dieser Impfstoff ist jedoch umstritten und wird nicht allgemein empfohlen.
- Tollwut (Nicht-Kern in einigen Gebieten): In Gebieten, in denen Tollwut kein signifikantes Risiko darstellt, könnte der Tollwutimpfstoff als Nicht-Kernimpfung betrachtet werden. In den meisten Regionen handelt es sich jedoch aufgrund gesetzlicher Anforderungen und ihrer Bedeutung für die öffentliche Gesundheit um eine Kernimpfung.
Katzenimpfung: Mit dem richtigen Pfötchen starten
Kätzchen beginnen ihre Impfserie in der Regel im Alter von etwa 6–8 Wochen, wobei Auffrischungsimpfungen alle 3–4 Wochen bis zu einem Alter von etwa 16 Wochen verabreicht werden. Diese Serie ist entscheidend für den Aufbau ihrer Immunität, während sie von den Antikörpern ihrer Mutter entwöhnt werden.
Die allgemeine Richtlinie lautet wie folgt:
6–8 Wochen alt
Erste Dosis der Impfstoffe gegen feline Panleukopenie (Seuche), felines Herpesvirus und felines Calicivirus.
Einige Tierärzte können in diesem Alter auch die erste Dosis des Impfstoffs gegen feline Leukämie (FeLV) verabreichen, insbesondere bei gefährdeten Kätzchen.
10–12 Wochen alt
Zweite Dosis der Impfstoffe gegen feline Panleukopenie, felines Herpesvirus und felines Calicivirus.
Zweite Dosis des Impfstoffs gegen feline Leukämie (falls die erste Dosis verabreicht wurde).
14–16 Wochen alt
Dritte Dosis der Impfstoffe gegen feline Panleukopenie, felines Herpesvirus und felines Calicivirus.
Tollwutimpfstoff (das Alter für die Verabreichung kann je nach lokalen Gesetzen und Impfstofftyp variieren).

Impfung erwachsener Katzen: Gesundheit ein Leben lang erhalten
1 Jahr nach der letzten Kätzchendosis (ca. 16 Monate alt)
Auffrischungsimpfung gegen feline Panleukopenie, felines Herpesvirus, felines Calicivirus und Tollwut.
Auffrischungsimpfung gegen feline Leukämie, wenn das Risiko weiterhin besteht.
Danach alle 1–3 Jahre
Auffrischungsdosen für feline Panleukopenie, felines Herpesvirus und felines Calicivirus. Die Häufigkeit hängt vom verwendeten spezifischen Impfstoff und den Risikofaktoren der Katze ab.
Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, wie gesetzlich vorgeschrieben (die Häufigkeit kann je nach Impfstofftyp variieren, typischerweise alle 1–3 Jahre).
Zusätzliche Überlegungen
- Wohnungskatzen vs. Freigänger: Freigänger oder Katzen, die Kontakt zu anderen Katzen haben, benötigen möglicherweise häufigere Impfungen oder zusätzliche Impfstoffe, wie z. B. gegen feline Leukämie.
- Gesundheitszustand: Katzen mit bestimmten gesundheitlichen Problemen benötigen möglicherweise einen angepassten Impfplan.
- Lokale Gesetze: Die Häufigkeit der Tollwutimpfung wird oft durch lokale Vorschriften bestimmt.
Seniorkatzen: Überlegungen zur Impfung
Seniorkatzen, die in der Regel als älter als 7 bis 10 Jahre gelten, können zugrunde liegende Gesundheitsprobleme wie Nierenerkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion oder Diabetes haben. Diese Zustände können die Art und Häufigkeit von Impfungen beeinflussen. Eine gründliche Gesundheitsuntersuchung ist wichtig, bevor ein Impfstoff verabreicht wird.
Trotz des Alters bleiben Kernimpfungen (wie die gegen Tollwut, Katzenseuche und Infektionen der oberen Atemwege) wichtig. Die Häufigkeit der Auffrischungsimpfungen kann jedoch basierend auf dem Gesundheitszustand der Katze, der Impfhistorie und dem Expositionsrisiko angepasst werden.
Impfstoffsicherheit und Nebenwirkungen
Obwohl Impfstoffe im Allgemeinen sicher sind, können einige Katzen leichte Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Injektionsstelle oder leichtes Fieber erfahren.
Die meisten Nebenwirkungen von Impfstoffen sind mild und kurzlebig. Dazu können gehören:
- Lokale Schwellung und Schmerzen: An der Injektionsstelle, die sich oft innerhalb weniger Tage zurückbildet.
- Leichtes Fieber: Leichtes Fieber ist eine häufige Immunantwort auf eine Impfung.
- Lethargie: Einige Haustiere können ein oder zwei Tage nach Erhalt eines Impfstoffs weniger aktiv sein.
- Verminderter Appetit: Ein vorübergehender Appetitverlust kann auftreten.
Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen
Obwohl selten, gibt es ernstere Reaktionen, derer man sich bewusst sein sollte:
- Allergische Reaktionen: Symptome wie Gesichtsschwellung, Juckreiz, Nesselsucht oder Atembeschwerden können auf eine allergische Reaktion hinweisen und erfordern sofortige tierärztliche Aufmerksamkeit.
- Impfstoffassoziiertes Sarkom: Eine seltene Tumorart, die sich an der Injektionsstelle entwickeln kann, insbesondere bei Katzen. Das Risiko ist gering, aber es ist ein ernstzunehmendes Anliegen.
- Schwere Lethargie oder Krankheit: Wenn ein Haustier nach einer Impfung extrem lethargisch oder krank wird, sollte es von einem Tierarzt untersucht werden.
Wie lange halten die Nebenwirkungen von Katzenimpfungen an?
Die Dauer der Nebenwirkungen von Katzenimpfungen kann variieren, aber die meisten sind kurzlebig und klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.
- Der Bereich um die Injektionsstelle kann schmerzhaft oder geschwollen sein. Dies klingt normalerweise innerhalb weniger Stunden bis zu ein paar Tagen ab.
- Leichtes Fieber ist eine häufige Immunantwort auf eine Impfung. Es dauert in der Regel nicht länger als 24 bis 48 Stunden.
- Es ist üblich, dass Katzen nach einer Impfung weniger aktiv sind und weniger Interesse an Futter zeigen. Diese Symptome dauern in der Regel nur ein oder zwei Tage an.
Fazit
Das Einhalten eines ordnungsgemäßen Impfplans ist der Schlüssel zur langfristigen Gesundheit und zum Wohlbefinden Ihrer Katze. Regelmäßige Konsultationen mit Ihrem Tierarzt helfen dabei, Ihre Katze während ihres gesamten Lebens geschützt und gesund zu halten.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
In welchem Alter sollte meine Katze geimpft werden?
Kätzchen sollten ihre Impfungen im Alter von 6–8 Wochen beginnen.
Wie oft müssen erwachsene Katzen geimpft werden?
Dies hängt vom Impfstofftyp ab; einige erfordern jährliche Auffrischungsimpfungen, während andere alle drei Jahre verabreicht werden.
Können Wohnungskatzen auf Impfungen verzichten?
Selbst Wohnungskatzen benötigen Kernimpfungen, da einige Krankheiten über die Luft übertragen werden oder ins Haus getragen werden können.
Gibt es Risiken im Zusammenhang mit Katzenimpfungen?
Obwohl sie im Allgemeinen sicher sind, können einige Katzen leichte Nebenwirkungen wie Schmerzen oder Fieber erfahren.
Was soll ich tun, wenn meine Katze auf einen Impfstoff reagiert?
Kontaktieren Sie umgehend Ihren Tierarzt, wenn Sie nach einer Impfung besorgniserregende Symptome bemerken.
Können ältere Katzen auf Impfungen verzichten?
Seniorkatzen benötigen immer noch Impfungen, obwohl ihr Zeitplan basierend auf ihrer Gesundheit und ihrem Lebensstil angepasst werden könnte.
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Über den Autor
Isabella Miao, DVM
Tierarzt
Dr. Isabella Miao ist eine mitfühlende und engagierte Tierärztin mit über 10 Jahren Erfahrung in der außergewöhnlichen Versorgung von Haustieren aller Art. Dr. Miao ist auf Präventivmedizin und Notfallversorgung spezialisiert und setzt sich leidenschaftlich für die Förderung der allgemeinen Gesundheit und des Wohlbefindens von Tieren ein. Ihr umfangreiches Wissen, kombiniert mit ihrer einfühlsamen Herangehensweise, hat ihr das Vertrauen und die Bewunderung von Tierhaltern und Kollegen gleichermaßen eingebracht.
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