Hunde
Trockene Haut bei Hunden
Trockene Haut bei Hunden ist ein häufiges Problem, das unseren pelzigen Freunden Unbehagen und Reizungen bereiten kann. Genau wie Menschen können auch Hunde aufgrund verschiedener Faktoren unter trockener Haut leiden, darunter Umweltbedingungen, Allergien oder zugrunde liegende Gesundheitsprobleme. In diesem Artikel werden wir die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten für trockene Haut bei Hunden untersuchen, um Ihnen dabei zu helfen, den Komfort und das Wohlbefinden Ihres Haustieres sicherzustellen.
Von Dr. Isabella Miao
9 min read
Trockene Haut bei Hunden ist ein häufiges Problem, das unseren pelzigen Freunden Unbehagen und Reizungen bereiten kann. Genau wie Menschen können Hunde aufgrund verschiedener Faktoren trockene Haut entwickeln, darunter Umweltbedingungen, Allergien oder zugrunde liegende Gesundheitsprobleme. In diesem Artikel werden wir die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten für trockene Haut bei Hunden untersuchen, um Ihnen zu helfen, den Komfort und das Wohlbefinden Ihres Haustieres sicherzustellen.
Was ist trockene Haut?
Trockene Haut bei Hunden ist eine häufige Erkrankung, die durch Schuppenbildung, Juckreiz und einen Mangel an Feuchtigkeit in der Haut des Hundes gekennzeichnet ist. Sie kann aus verschiedenen Gründen auftreten und für den Hund unangenehm oder sogar schmerzhaft sein.

Wie sieht trockene Haut bei Hunden aus?
Trockene Haut bei Hunden kann sich auf verschiedene Weise manifestieren, und ihr Erscheinungsbild kann je nach spezifischem Bereich des Hundekörpers variieren. So kann trockene Haut an verschiedenen Stellen eines Hundes aussehen:
Trockene Haut an den Ohren von Hunden
- Schuppenbildung: Sie können schuppige oder raue Haut auf der Oberfläche der Ohren des Hundes bemerken.
- Rötung: Trockene Haut an den Ohren kann manchmal von Rötungen oder Reizungen begleitet sein.
- Juckreiz: Hunde mit trockener Haut an den Ohren kratzen oder reiben diese möglicherweise häufig aufgrund von Unbehagen.
Trockene Haut am Ellbogen des Hundes
- Raue Stellen: Trockene Haut an den Ellbogen eines Hundes kann als raue, schuppige Flecken erscheinen.
- Schwielen: In einigen Fällen kann wiederholter Druck und Reibung im Ellbogenbereich zur Entwicklung von Schwielen führen, die ebenfalls trocken und rau erscheinen können.
Trockene Haut am Schwanz von Hunden
- Schuppenbildung: Die Haut am Schwanz eines Hundes kann schuppig werden oder Schuppen aufweisen.
- Haarausfall: Trockene Haut kann manchmal zu Haarausfall im Schwanzbereich führen.
- Juckreiz: Hunde mit trockener Haut am Schwanz kratzen sich möglicherweise an dieser Stelle, was zu weiteren Reizungen führt.
Trockene Haut an der Nase von Hunden
- Risse: Die Nase kann kleine Risse oder Fissuren entwickeln, wenn sie trocken ist.
- Hautschälung: Trockene Haut an der Nase kann dazu führen, dass sie sich schält, ähnlich wie unsere Haut, wenn sie trocken ist.
- Farbveränderungen: In schweren Fällen kann sich die Farbe der Nase eines Hundes ändern oder deutlich blasser werden, wenn die Haut extrem trocken ist.
Was verursacht trockene Haut bei Hunden?
1. Umweltfaktoren
- Wetter: Extreme Temperaturen, ob heiß oder kalt, können zu trockener Haut bei Hunden führen. Trockenes Klima mit niedriger Luftfeuchtigkeit kann ebenfalls zum Problem beitragen.
- Baden: Häufiges Baden mit harten Shampoos oder übermäßiger Seifenverbrauch kann der Haut eines Hundes ihre natürlichen Öle entziehen und zu Trockenheit führen.
- Schwimmen: Chlor in Schwimmbädern und Salzwasser können hart für die Haut eines Hundes sein und sie austrocknen lassen.
2. Allergien
- Futtermittelallergien: Einige Hunde können als Folge von Futtermittelallergien oder Empfindlichkeiten gegenüber bestimmten Inhaltsstoffen in ihrer Ernährung trockene, juckende Haut entwickeln.
- Umweltallergien: Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel und andere Umweltallergene können Hautreizungen bei Hunden auslösen und zu Trockenheit führen.
3. Parasiten
Flöhe, Zecken und Milben können die Haut eines Hundes reizen und zu Trockenheit und Unbehagen führen. Kratzen und Scheuern zur Linderung der Reizung können das Problem weiter verschlimmern. Milben wie Demodex oder Sarcoptes können Räude bei Hunden verursachen, und eine andere Milbenart namens Cheyletiella kann schuppende Haut verursachen, die als „laufende Schuppen“ bezeichnet wird.

4. Zugrunde liegende Gesundheitsprobleme
Hormonelle Erkrankungen wie Cushing-Syndrom und Hypothyreose können beide zu trockener, schuppiger Haut bei Hunden führen. Beide Krankheiten können auch zu Haarausfall, trockenem Fell und Hautinfektionen sowie anderen systemischen Symptomen führen. Andere schwere Gesundheitszustände, die trockene Haut bei Hunden verursachen können, sind Autoimmunerkrankungen wie Pemphigus sowie einige Krebsarten.
5. Hauterkrankungen im Zusammenhang mit bestimmten Rassen
Bestimmte Hunderassen weisen eine höhere Anfälligkeit für Hautprobleme auf, insbesondere für trockene Haut. Haarlose Rassen wie der Xoloitzcuintli und der Chinesische Schopfhund sind besonders anfällig für verschiedene Hauterkrankungen. Darüber hinaus können Rassen wie Sibirische Huskys, Alaskan Malamutes und schnell wachsende Welpen großer Rassen eine als Zink-responsive Dermatose bekannte Erkrankung entwickeln. Tierärzte verfügen über das Fachwissen, um potenzielle Faktoren zu ermitteln, die zur trockenen Haut Ihres Hundes beitragen.
Hausmittel gegen trockene Haut bei Hunden
- Eine ausgewogene Ernährung: Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund eine ernährungsphysiologisch ausgewogene Ernährung mit essentiellen Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 erhält, die für die Gesundheit von Haut und Fell vorteilhaft sind.
- Kokosöl: Tragen Sie eine kleine Menge natives, unraffiniertes Kokosöl topisch auf die trockenen Hautstellen Ihres Hundes auf, um sie zu befeuchten und zu beruhigen.
- Vitamin-E-Öl: Sie können Vitamin-E-Öl als topische Behandlung verwenden, indem Sie es sanft auf trockene und gereizte Haut auftragen. Stellen Sie sicher, dass es für Haustiere sicher ist, und konsultieren Sie Ihren Tierarzt bezüglich der angemessenen Anwendung.
- Kamillen- oder Grüntee-Bad: Brühen Sie Kamille oder grünen Tee auf, lassen Sie ihn abkühlen und verwenden Sie ihn dann als beruhigende Spülung für Ihren Hund nach dem Baden. Diese Tees können entzündungshemmende Eigenschaften haben.
- Apfelessig: Verdünnen Sie Apfelessig mit Wasser (1 Teil Essig auf 1 Teil Wasser) und verwenden Sie ihn als Spülung nach dem Baden, um den pH-Wert der Haut wiederherzustellen und Juckreiz zu lindern.
- DIY-Haferflocken-Shampoo: Haferflocken können trockene, juckende Haut beruhigen und mit Feuchtigkeit versorgen. Mahlen Sie einfache, ungekochte Haferflocken zu einem feinen Pulver und mischen Sie es mit warmem Wasser, um eine Paste herzustellen. Tragen Sie diese Paste auf die Haut Ihres Hundes auf, lassen Sie sie etwa 10–15 Minuten einwirken und spülen Sie sie dann mit warmem Wasser ab. Sie können auch handelsübliche Shampoos auf Haferflockenbasis verwenden.
- Olivenöl: Wie Kokosöl können Sie eine kleine Menge Olivenöl auf trockene Hautstellen auftragen, um Feuchtigkeit zu spenden. Achten Sie darauf, es sparsam aufzutragen, um Fettigkeit zu vermeiden.
- Naturjoghurt ohne Zuckerzusatz: Einige Hunde mit trockener Haut profitieren vom Verzehr von einfachem, ungesüßtem Joghurt, der Probiotika liefern kann, die die Hautgesundheit von innen heraus unterstützen.
- Luftbefeuchter: Verwenden Sie einen Luftbefeuchter in trockenen Innenräumen, um der Luft Feuchtigkeit zuzuführen und so zu verhindern, dass die Haut Ihres Hundes austrocknet.
- Bittersalzbad: Lösen Sie Bittersalz in warmem Wasser auf (folgen Sie den Packungsanweisungen für die Proportionen) und verwenden Sie es als beruhigendes Bad für die Pfoten oder betroffenen Bereiche Ihres Hundes. Es kann helfen, Juckreiz und Entzündungen zu lindern.
- Regelmäßige Fellpflege: Bürsten Sie Ihren Hund regelmäßig, um natürliche Öle durch sein Fell und seine Haut zu verteilen und Trockenheit vorzubeugen. Verwenden Sie eine weiche Bürste oder einen für Hunde konzipierten Pflegehandschuh.
- Bäder begrenzen: Zu häufiges Baden kann der Haut Ihres Hundes natürliche Öle entziehen. Reduzieren Sie die Häufigkeit der Bäder, und wenn Sie Ihren Hund baden, verwenden Sie ein mildes, feuchtigkeitsspendendes Shampoo, das speziell für Hunde entwickelt wurde.
- Luftbefeuchter: Wenn Sie in einem trockenen Klima leben oder eine Zentralheizung haben, die die Luft austrocknet, sollten Sie einen Luftbefeuchter in Ihrem Zuhause verwenden, um der Luft Feuchtigkeit zuzuführen, was dazu beitragen kann, dass die Haut Ihres Hundes nicht austrocknet.
- Hydratation: Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund jederzeit Zugang zu frischem Wasser hat, um hydriert zu bleiben. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist entscheidend für die Erhaltung gesunder Haut.

Wie behandelt man trockene Haut bei Hunden?
Ihr Tierarzt wird eine umfassende körperliche Untersuchung Ihres Hundes durchführen, um den Grad und die Schwere der trockenen Haut zu beurteilen. Er kann auch nach zusätzlichen Anzeichen oder Symptomen suchen, die bei der Identifizierung der Ursache helfen könnten. Falls Parasiten oder Infektionen ein Anliegen sind, könnte Ihr Tierarzt Hautabschabungen durchführen oder andere diagnostische Tests nutzen, um die genaue Ursache des Hautproblems zu bestimmen.
Wenn Allergien vermutet werden, kann der Tierarzt Allergietests empfehlen, um potenzielle Allergene zu bestimmen, die zur trockenen Haut beitragen könnten.
Sobald die zugrunde liegende Ursache identifiziert ist, wird der Tierarzt einen Behandlungsplan erstellen. Dieser kann Medikamente, topische Behandlungen oder Ernährungsumstellungen umfassen, um Zustände wie Allergien, Infektionen oder hormonelle Ungleichgewichte anzugehen.
Verschreibungspflichtige Medikamente
In einigen Fällen können Tierärzte Medikamente wie Antibiotika, Antimykotika oder Kortikosteroide verschreiben, um Infektionen, Allergien oder Entzündungen im Zusammenhang mit trockener Haut zu behandeln.
Topische Behandlungen
Je nach Diagnose kann der Tierarzt spezifische topische Behandlungen wie medizinische Shampoos, Cremes oder Salben empfehlen, um die Haut des Hundes zu beruhigen und mit Feuchtigkeit zu versorgen.
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Ernährungsempfehlungen
Wenn die Ernährung ein beitragender Faktor ist, kann der Tierarzt eine Umstellung auf ein Futter empfehlen, das essentielle Fettsäuren und andere Nährstoffe enthält, die für die Gesundheit von Haut und Fell vorteilhaft sind.
Wie halten Sie die Haut Ihres Hundes gesund?
Die Erhaltung der Hautgesundheit Ihres Hundes ist für sein allgemeines Wohlbefinden unerlässlich. Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen, die Haut Ihres Hundes gesund zu halten:
- Richtige Ernährung: Füttern Sie Ihren Hund mit einer hochwertigen, ausgewogenen Ernährung, die essentielle Fettsäuren, Vitamine und Mineralien enthält. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind besonders wichtig für die Gesundheit von Haut und Fell. Konsultieren Sie Ihren Tierarzt, um das richtige Futter für die spezifischen Bedürfnisse Ihres Hundes auszuwählen.
- Regelmäßige Fellpflege: Bürsten Sie das Fell Ihres Hundes regelmäßig, um Schmutz, Ablagerungen und loses Haar zu entfernen. Das Bürsten hilft auch dabei, die von der Haut produzierten natürlichen Öle zu verteilen und hält Fell und Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Die Häufigkeit der Fellpflege hängt von der Rasse und dem Felltyp Ihres Hundes ab.
- Baden: Baden Sie Ihren Hund nach Bedarf, aber vermeiden Sie übermäßiges Baden, da dies der Haut natürliche Öle entziehen kann. Verwenden Sie ein mildes, hundspezifisches Shampoo und Conditioner, um die Haut sauber und gesund zu halten. Die Häufigkeit der Bäder variiert je nach Aktivitäten und Felltyp Ihres Hundes.
- Befeuchten: Wenn Ihr Hund trockene Haut hat oder in einer trockenen Umgebung lebt, sollten Sie ein hundefreundliches Feuchtigkeitsmittel oder Kokosöl verwenden, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Tragen Sie es sparsam auf, um Fettigkeit zu vermeiden.
- Parasitenkontrolle: Schützen Sie Ihren Hund vor Flöhen, Zecken und Milben, da diese Parasiten die Haut reizen und zu verschiedenen Hautproblemen führen können. Konsultieren Sie Ihren Tierarzt bezüglich geeigneter vorbeugender Maßnahmen.
- Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität regt die Blutzirkulation an, was der Hautgesundheit Ihres Hundes zugutekommen kann. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund regelmäßig Sport treibt, um das allgemeine Wohlbefinden zu erhalten.
- Hydratation: Stellen Sie immer Zugang zu sauberem, frischem Wasser bereit. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist lebenswichtig für gesunde Haut und die allgemeine Gesundheit.
- Allergiemanagement: Wenn Ihr Hund Allergien hat, arbeiten Sie mit Ihrem Tierarzt zusammen, um die Allergene zu identifizieren und zu verwalten, die ihn betreffen. Allergien können zu Hautproblemen führen, daher ist ihre Kontrolle entscheidend.
Fazit
Trockene Haut bei Hunden ist eine häufige Erkrankung, die durch verschiedene Faktoren verursacht werden kann. Das Erkennen der Symptome und das Angehen der zugrunde liegenden Ursachen sind für den Komfort und das Wohlbefinden Ihres Haustieres unerlässlich. Regelmäßige Fellpflege, eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind Schlüsselelemente zur Vorbeugung und Behandlung von trockener Haut bei Hunden. Wenn die Hautprobleme Ihres Hundes anhalten oder sich verschlimmern, konsultieren Sie Ihren Tierarzt für eine umfassende Bewertung und einen Behandlungsplan, der auf die spezifischen Bedürfnisse Ihres Haustieres zugeschnitten ist. Mit der richtigen Pflege können Sie Ihrem pelzigen Freund helfen, eine gesunde und glückliche Haut zu bewahren.
Über den Autor
Isabella Miao, DVM
Tierarzt
Dr. Isabella Miao ist eine mitfühlende und engagierte Tierärztin mit über 10 Jahren Erfahrung in der außergewöhnlichen Versorgung von Haustieren aller Art. Dr. Miao ist auf Präventivmedizin und Notfallversorgung spezialisiert und setzt sich leidenschaftlich für die Förderung der allgemeinen Gesundheit und des Wohlbefindens von Tieren ein. Ihr umfangreiches Wissen, kombiniert mit ihrer einfühlsamen Herangehensweise, hat ihr das Vertrauen und die Bewunderung von Tierhaltern und Kollegen gleichermaßen eingebracht.
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