Pflege und gesundes Leben
Was ist Räude bei Hunden? Die Bedrohung aufgedeckt
Räude bei Hunden, ein häufiges und belastendes Leiden unter Hunden, wird durch mikroskopisch kleine Milben verursacht, die sich in der Haut eines Hundes einnisten. Diese Milben können verschiedene Hautprobleme verursachen, die zu Reizungen und Haarausfall führen.
Von Dr. Isabella Miao
4 min read

Was ist Räude bei Hunden?
Räude bei Hunden, eine häufige, aber belastende Erkrankung, wird durch mikroskopisch kleine Milben verursacht, die sich in der Haut des Hundes einnisten. Diese Milben können verschiedene Hautprobleme verursachen, die zu Reizungen, Haarausfall und potenziell starken Beschwerden für das betroffene Tier führen. Es gibt zwei Hauptarten von Räude bei Hunden: Sarkoptische Räude (verursacht durch Sarcoptes-scabiei-Milben) und Demodikose (verursacht durch Demodex-canis-Milben).
Wie sieht Räude bei Hunden aus?
Sarkoptische Räude: Hunde mit sarkoptischer Räude zeigen oft starken Juckreiz, Rötungen und krustige Wunden. Haarausfall, insbesondere um die Ohren, Ellbogen, Sprunggelenke und den Bauch herum, ist häufig. Ständiges Kratzen und Hautentzündungen sind typische Anzeichen einer sarkoptischen Räude.
Demodikose: Diese Form der Räude ist meist nicht so stark juckend, kann jedoch zu fleckigem Haarausfall und schuppiger Haut führen. In schweren Fällen kann sie sekundäre bakterielle Infektionen und einen noch stärkeren Haarausfall zur Folge haben.
Symptome von Räude bei Hunden
Zu den Symptomen beider Räudearten können gehören:
- Haarausfall
- Rötung und Entzündung der Haut
- Starker Juckreiz
- Krustige oder schuppige Haut
- Wunden und Läsionen
- Hautverdickung
- Sekundärinfektionen in schweren Fällen
Was verursacht Räude bei Hunden?

Räude wird durch verschiedene Milbenarten verursacht. Die sarkoptische Räude ist hochansteckend und wird oft durch direkten Kontakt mit einem infizierten Tier übertragen. Die Demodikose hingegen wird durch Milben verursacht, die natürlicherweise in der Haut eines Hundes leben. Sie tritt tendenziell dann auf, wenn das Immunsystem eines Hundes geschwächt oder noch nicht vollständig entwickelt ist, was zu einer Überpopulation dieser Milben führt.
Wie behandelt man Räude bei Hunden?
Die Behandlung von Räude umfasst oft Medikamente und tierärztliche Betreuung. Der Ansatz variiert je nach Art der Räude:
Sarkoptische Räude: Ein Tierarzt verschreibt in der Regel Medikamente wie Selamectin oder Ivermectin, um die Milben abzutöten. Zusätzlich können Antibiotika erforderlich sein, um Sekundärinfektionen zu behandeln.
Demodikose: Diese Form kann sich manchmal von selbst zurückbilden, aber schwere Fälle erfordern tierärztliches Eingreifen. Die Behandlung umfasst normalerweise Medikamente, um die Milbenpopulation zu kontrollieren und Sekundärinfektionen zu bekämpfen.
Darüber hinaus gelten folgende allgemeine Richtlinien:
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Medizinische Bäder: Ihr Tierarzt empfiehlt möglicherweise medizinische Shampoos oder Tauchbäder, die speziell dafür entwickelt wurden, die Milben abzutöten und die Haut zu beruhigen. Befolgen Sie beim Baden Ihres Hundes sorgfältig die Anweisungen.
Hundeshampoo für juckende Haut:
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Verschriebene Medikamente: In einigen Fällen können orale oder topische Medikamente notwendig sein, um die Milben gezielt zu bekämpfen. Dazu können Antiparasitika, Antibiotika (bei Sekundärinfektionen) oder entzündungshemmende Medikamente zur Linderung des Juckreizes gehören.
Fipronil Floh-, Zecken- & Milbenschutz zur Vorbeugung und Behandlung:
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Umweltkontrolle: Milben können in der Umwelt überleben, daher ist eine gründliche Reinigung der Wohnbereiche Ihres Hundes entscheidend. Waschen Sie Bettwäsche, saugen Sie Bereiche ab, in denen sich Ihr Hund häufig aufhält, und erwägen Sie eine Behandlung der Umgebung gemäß den Empfehlungen Ihres Tierarztes.
Anti-Milben-Spray für die Umwelt:
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Isolation: Je nach Art der Räude rät Ihr Tierarzt möglicherweise dazu, Ihren infizierten Hund zu isolieren, um eine Ausbreitung der Milben auf andere Haustiere zu verhindern.
Befolgen Sie stets gewissenhaft die Anweisungen Ihres Tierarztes und schließen Sie die gesamte Behandlung ab, auch wenn Ihr Hund bereits vor Abschluss genesen zu sein scheint. Dies stellt sicher, dass alle Milben eliminiert werden, und verringert das Risiko eines Rückfalls.
Kann sich ein Hund ohne Behandlung von Räude erholen?
In leichten Fällen von Demodikose können Hunde mit einem robusten Immunsystem ohne Eingriff genesen. Es ist jedoch ratsam, tierärztlichen Rat einzuholen, um eine Verschlimmerung des Zustands zu verhindern oder potenzielle Sekundärinfektionen zu behandeln. Die sarkoptische Räude erfordert aufgrund ihrer hohen Ansteckungsgefahr und der damit verbundenen Beschwerden in der Regel eine tierärztliche Behandlung.
Ist Räude bei Hunden ansteckend?
Die sarkoptische Räude ist hochansteckend und kann durch direkten Kontakt mit einem infizierten Tier übertragen werden. Daher ist es wichtig, einen infizierten Hund zu isolieren und Bettwäsche, Spielzeug sowie andere Gegenstände, mit denen der Hund in Kontakt gekommen ist, gründlich zu reinigen. Die Demodikose gilt hingegen als weniger ansteckend als die sarkoptische Räude.
Darf man einen Hund mit Räude anfassen?

Obwohl Räude für den Hund belastend und unangenehm sein kann, handelt es sich nicht um eine Erkrankung, die auf Menschen übertragen wird. Dennoch sollte der direkte Kontakt mit einem infizierten Hund minimiert werden, um eine mögliche Übertragung auf andere Haustiere im Haushalt zu verhindern. Wenn Sie einen infizierten Hund anfassen müssen, sollten Sie sich danach gründlich die Hände waschen, um eine potenzielle Verbreitung der Milben zu vermeiden.
Wie kann man Räude bei Hunden vorbeugen?
Zur Vorbeugung von Räude gehören regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, die Aufrechterhaltung der allgemeinen Gesundheit des Hundes und die Minimierung des Kontakts mit potenziell infizierten Tieren. Halten Sie die Wohnumgebung Ihres Hundes sauber und stellen Sie sicher, dass sein Immunsystem durch richtige Ernährung und regelmäßige Bewegung gestärkt bleibt. Vermeiden Sie den Kontakt mit streunenden oder unbekannten Hunden, die Milben tragen könnten.
Fazit
Räude bei Hunden kann eine belastende Erkrankung sein, die unseren geliebten Haustieren Unbehagen und Reizungen bereitet. Das Verständnis der Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten ist entscheidend für eine effektive Behandlung und Vorbeugung. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, eine saubere Wohnumgebung und eine schnelle Behandlung sind der Schlüssel zur Bewältigung und Vorbeugung dieser Erkrankung. Denken Sie daran: Ein gesunder und gut gepflegter Hund ist weniger anfällig für Räude. Eine gute Ernährung, regelmäßige Bewegung und eine zeitnahe tierärztliche Versorgung tragen wesentlich dazu bei, Ihren vierbeinigen Freund gesund und glücklich zu halten.
Über den Autor
Isabella Miao, DVM
Tierarzt
Dr. Isabella Miao ist eine mitfühlende und engagierte Tierärztin mit über 10 Jahren Erfahrung in der außergewöhnlichen Versorgung von Haustieren aller Art. Dr. Miao ist auf Präventivmedizin und Notfallversorgung spezialisiert und setzt sich leidenschaftlich für die Förderung der allgemeinen Gesundheit und des Wohlbefindens von Tieren ein. Ihr umfangreiches Wissen, kombiniert mit ihrer einfühlsamen Herangehensweise, hat ihr das Vertrauen und die Bewunderung von Tierhaltern und Kollegen gleichermaßen eingebracht.
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